Kompostieren

Kompost anlegen - so geht’s

Die beste Möglichkeit, nachhaltig zu gärtnern, besteht im Kompostieren. Denn in einem Kompost wird aus Küchen- und Gartenabfällen wertvoller Naturdünger, mit dem Gemüse, Obst aber auch Zierpflanzen mit den wichtigsten Nährstoffen versorgt werden können. In unserem Ratgeber erfahren Sie, wie Sie einen Gartenkompost richtig anlegen und pflegen.

·

Kompost richtig anlegen
Um einen Kompost richtig anzulegen, müssen einige Punkte beachtet werden

Richtig kompostieren in 7 Schritten

  1. Platzieren Sie den Kompost optimal im Garten
  2. Verwenden Sie ausschließlich die richtigen Bio-Abfälle
  3. Zerkleinern Sie das Material vor dem Kompostieren
  4. Mischen Sie die Abfälle
  5. Sorgen Sie für eine optimale Befeuchtung
  6. Setzen Sie Zusätze bewusst ein
  7. Setzen Sie den Kompost regelmäßig um

1. Platzieren Sie den Kompost optimal im Garten

Die Wahl des richtigen Standorts ist für einen Kompost entscheidend. Dieser sollte halbschattig liegen, beispielsweise unter einem Laubbaum. Direkte Sonneneinstrahlung ist dabei unbedingt zu vermeiden, da das Material ansonsten zu schnell austrocknet.

Ebenso ist ein gewisser Regenschutz erforderlich, um eine Durchnässung bei langanhaltendem Regen zu vermeiden. Der Kompost sollte zudem direkt auf Erde angelegt werden, damit Regelwürmer und anderen Lebewesen Zugang erhalten.

2. Verwenden Sie ausschließlich die richtigen Bio-Abfälle

Für Ihren Kompost sollten Sie ausschließlich pflanzliche Küchen- und Gartenabfälle verwenden, die nicht mit Schadstoffen belastet sind. Dazu zählen aus der Küche Gemüse- und Obstabfälle, Eierschalen sowie Kaffee- und Tee-Filter. Auch Südfrüchte lassen sich kompostieren, sollten allerdings nur in kleineren Mengen verwendet werden. Aus dem Garten eignen sich besonders gut Rasenschnitt, Laub, kleinere Äste sowie sonstige Pflanzenabschnitte.

3. Zerkleinern Sie das Material vor dem Kompostieren

Um das Kompostieren zu beschleunigen, sollten besonders die Gartenabfälle zuvor zerkleinert werden. Strauchschnitt lässt sich besonders gut mit einem Häcksler zerkleinern. Verwenden Sie zum Kompostieren am besten einen Walzenhäcksler, da hierbei das Häckselgut zermalmt wird. So können Mikroorganismen besser in das Schnittgut eindringen.

Auch Laub sollte zuvor stark zerkleinert werden. Besitzen Sie einen Laubsauger, so geschieht dies in der Regel bereits beim Aufsaugen der Blätter. Ansonsten bietet sich die Verwendung eines Rasenmähers an.

4. Mischen Sie die Abfälle

Achten Sie darauf, möglichst vielfältige Abfälle zu verwenden. Zu eintöniges Kompostmaterial kann die Nährstoffversorgung einseitig beeinflussen. Rasenschnitt liefert beispielsweise viel Stickstoff, während Baumschnitt und Laub viel Kohlenstoff in den Kompost einbringen.

Geben Sie das Material daher am besten gemischt oder in Schichten auf den Gartenkompost auf.

5. Sorgen Sie für eine optimale Befeuchtung

Ihr Kompost sollte weder zu feucht noch zu trocken sein. Eine zu feuchte Kompostmasse neigt zum Faulen, bei zu trockenem Material werden die Organismen nicht aktiv. Überprüfen Sie daher regelmäßig, ob das Kompostinnere eine leichte Feuchtigkeit aufweist.

Bei längeren Trockenperioden sollte der Komposthaufen mit Regenwasser befeuchtet werden. Bei stärkerem Regen empfiehlt es sich hingegen, ihn mit speziellen Kompostvlies oder leuchtdurchlässigen Matten abzudecken.

6. Setzen Sie Zusätze bewusst ein

Haben Sie alles richtig gemacht, sollten Zusätze in der Regel nicht notwendig sein. Um dem Kompostierungsvorgang zu beschleunigen, können Sie allerdings entsprechende Zusätze verwenden. Mischen Sie beispielsweise bereits vorhandene Kompostmasse oder Erde unter oder verwenden Sie Auszüge von Wildkräutern.

Im Handel sind zudem spezielle Schnellkomposter bzw. Kompostbeschleuniger erhältlich, sofern der Verrottungsprozess nicht von selbst beginnen sollte. Auch Kompostwürmer können Sie im Handel erwerben.

Setzen Sie den Kompost regelmäßig um

Ein bis zwei Mal im Jahr sollte der Komposthaufen umgesetzt werden. Damit ist das Auflockern der Masse gemeint, bei dem Sie mit Hilfe eines Spatens oder einer Mistgabel das Material umgraben und somit belüften. Dies empfiehlt sich im Frühjahr und Hochsommer.

Tags: Dünger Kompost


Autor Tim Sydekum

Über Tim Sydekum

Als Gartenliebhaber und Gründer von mein-gartenexperte.de bin ich zuständig für spannende Produkttests, interessante Berichte und informative Beiträge aller Art. Erfahre mehr über die Redaktion von mein Gartenexperte.

Gefällt Ihnen dieser Beitrag?

 
5.0 / 5 Sternen | 5 Bewertungen

Ähnliche Beiträge zu „Kompost anlegen - so geht’s“

Cookies erleichtern die Bedienung unserer Website. Mit der Nutzung erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK