Rasenneuanlage

Richtige Erde für Rasensaat: Welche sich am besten eignet

Ein Garten ohne Rasen ist kaum vorstellbar. Damit dieser nicht nur angeht, sondern auch langfristig prächtig gedeiht, gilt es bei der Wahl der richtigen Pflanzerde einiges zu beachten. In unserem Ratgeber erfahren Sie, welche Erde sich am besten zur Neuanlage einer Rasenfläche eignet.

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Junge Rasenkeime auf sandigem Erdboden
Bei der Rasenneuanlage sollten Sie vor allem auf die Nährstoffe im Boden achten © mein Gartenexperte
Inhaltsverzeichnis

Nährstoffgehalt in der Rasenerde beachten

Die Pflanzerde ist ein wichtiger Wasser- und Nährstofflieferant für die entstehenden Gräser. Somit bildet die verwendete Erde die Grundlage dafür, ob und wie der spätere Rasen gedeihen kann. Für ein dichtes und sattes Grün ist es notwendig, die Ansprüche der jeweiligen Gräser weitestgehend zu erfüllen. Dies bedeutet wiederum, dass die Saat einen fruchtbaren Boden benötigt, der die richtige Menge an Kalium, Phosphat und Stickstoff aufweist.

In welcher Konzentration die einzelnen Bestandteile vorhanden sein sollten, ist vom jeweiligen Rasentyp abhängig. Gängige Rasensorten für den Garten verlangen einen vergleichsweise hohen Nährstoffgehalt.

Unser Experten-Tipp:
Im Fachhandel ist abgepackte Erde erhältlich, die häufig schon mit Nährstoffen wie Stickstoff, Phosphat und Kaliumoxid angereichert ist. Diese Zusammensetzung schafft günstige Voraussetzungen für das Wachstum der gewünschten Rasengräser. Außerdem enthält fertige Rasenerde häufig Dünger, wodurch das Graswachstum in der Anfangsphase zusätzlich unterstützt wird.

Rasendünger im Vergleich »

Empfohlene Pflanzerde für Rasensaat

Generell ist es ratsam, eine Erde zu wählen, die beste Voraussetzungen für einen trockenen und gut durchlüfteten Boden schafft. Als ideal erweist sich sandige Lehmerde. Der enthaltene Sand verleiht dem Boden eine luftdurchlässige Struktur, während Lehm Wasser und Nährstoffe speichert. Dies ist vor allem bei unregelmäßiger Wasserzufuhr durch ausbleibende Regenfälle von großem Vorteil.

Allerdings ist darauf zu achten, dass der Lehmanteil nicht zu hoch ausfällt, da andernfalls günstige Voraussetzungen für die Entstehung von Staunässe vorliegen. Weist die Erde hingegen einen gewissen Sandanteil auf, kann überschüssiges Wasser bequem abfließen.

Für gewöhnlich setzt sich für die Rasensaat geeignete Erde wie folgt zusammen:

  • Überwiegender Anteil an Kompost - ca. 50 %
  • Humusanteil zwischen 30 und 40 %
  • Sandanteil zwischen 10 und 20 %
  • pH-Wert zwischen 5,5 und 6,5
Unser Experten-Tipp:
Die empfohlene Zusammensetzung der Erde sorgt dafür, dass sich die Wurzeln der jungen Gräser uneingeschränkt entwickeln können und überschüssiges Wasser problemlos abfließen kann.

Bodenvorbereitung und Rasensamen einsäen

Vor dem Einsäen der neuen Rasenfläche sollte der Boden entsprechend vorbereitet werden. Dazu sind folgende Schritte notwendig:

  • Erdboden mit einer Gartenfräse oder einer Sternfräse auflockern
  • Rasenerde und ggf. Sand (bei sehr lehmigen Böden) circa 1 cm hoch ausbringen und einarbeiten
  • Boden mit einer Rasenwalze einebnen und sich setzen lassen
  • Rasensamen mit Streuwagen oder per Hand verteilen und mit einem Rechen bzw. einer Harke leicht einharken
  • Bearbeitete Fläche einmalig gut wässern und stets feucht halten

Die besten Rasensamen im Vergleich »

Beim Nachsäen von Rasen empfiehlt es sich, zunächst etwas Rasenerde auf den Mutterboden zu geben. Dadurch wird ein schnelles Keimen der Aussaat sowie ein solides Wachstum ermöglicht.

Unser Experten-Tipp:
Wer sich den Kauf von teurem Mutterboden sparen möchte, kann den Nährstoffgehalt im Boden auch mit ausreichend Kompost verbessern. Blumenerde ist für die Rasensaat hingegen eher ungeeignet.

THEMEN:   Erde Rasen Rasensaat


Autor Carina Staiger

Über den Autor
Carina Staiger

Nach Wirtschaftsabitur und Ausbildung hat sich Carina für das Leben als freie Texterin entschieden. Mit ihrem Fachwissen zu den unterschiedlichsten Gartenthemen berät und unterhält sie unsere Leser.

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