Blumenpflege

Rosen düngen: Alles zur richtigen Rosendüngung

Rosen zählen zu den beliebtesten Gewächsen, die in keinem Garten fehlen dürfen. Allerdings sind sie anfällig für spezielle Krankheiten und Schädlinge. Um ihnen ein prächtiges, blütenreiches Gedeihen zu ermöglichen und zu einer maximalen Widerstandskraft zu verhelfen, ist das richtige Düngen zum idealen Zeitpunkt wichtig.

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Rosen richtig düngen: So wachsen und blühen sie prächtig
Rosen sind pflegeleicht, benötigen aber eine regelmäßige Düngung, um optimal zu wachsen und prächtig zu blühen
Inhaltsverzeichnis

Wann sollten Rosen gedüngt werden?

Für ein kräftiges Wachstum und eine üppige Blüte sollten Rosen im zeitigen Frühjahr gedüngt werden - kurz bevor sie frisch austreibt. Je nach Standort und vorherrschendem Klima ist das im März der Fall. Im April sorgt eine weitere Düngung mit Kompost oder einem anderen organischen Dünger empfehlenswert, um zusätzlich die Blütenbildung zu unterstützen, indem ein Nährstoff-Schub verabreicht wird. Anfang / Mitte Juni sorgt ein Langzeitdünger für ausreichend Pflanzenkraft, damit Rosengewächse gut über die feuchte und kalte Herbst- und Winterzeit kommen.

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Wann sollten Rosen auf keinen Fall gedüngt werden?

Ab Herbst sollte keine Rosendüngung mehr stattfinden, da dadurch eine unerwünschte Triebbildung angeregt wird. Frische Triebe sind sehr kälteempfindlich und das Risiko ist dann hoch, dass sie über den Winter erfrieren und die gesamte Pflanze damit Schaden erleidet.

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Welchen Dünger brauchen Rosen im Frühjahr?

Bei der ersten Düngung des Jahres im Frühjahr ist es wichtig, dass die Rosen die richtigen Stoffe erhalten. Erfahrene Rosenzüchter und Hobbygärtner empfehlen abgelagerten Rinderdung als Dünger. Der Kuhmist weist eine ideale Zusammensetzung und Menge an wichtigen Stoffen auf, die das Gedeihen von Rosen positiv beeinflussen:

  • 2,0 % Stickstoff: für Wachstum grüner Pflanzenteile
  • 1,5 % Phosphat: unentbehrlich für die Blüten
  • 2,0 % Kalium: nimmt Einfluss auf Blütenfarbe, fördert Frosthärte und Blattgrün

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Welchen Dünger benötigen Rosen im Juni?

Rosen düngen im Sommer
Für den Sommer empfiehlt sich der Einsatz eines Langzeit-Mineraldüngers, der das Wachstum der Rosen bestärkt

Ideal ist im Juni die Düngung mit einem Langzeit-Mineraldünger, der mindestens folgende Inhaltsstoffe aufweist:

  • Magnesium: stärkt Rosen im Wachstum, begünstigt die Phosphor- und Stickstoffaufnahme, verhindert Kümmerwuchs und vorzeitigen Blattabfall
  • Kalzium: reguliert pH-Wert des Bodens, verhindert Blattspitzendürre an Blättern, Wachstumshemmungen vor allem der Wurzeln
  • Schwefel: um Mangelerscheinungen wie dünne und holzige Stängel sowie gelben Blättern vorzubeugen

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Wie werden Rosen in Kübeln gedüngt?

Im Gegensatz zu Rosen im Gartenbeet sind sie in Kübeln deutlich intensiver auf die Nähr- und Mineralstoffversorgung von Außen angewiesen. Kübel bieten nur einen flächen-/volumenmäßig beschränkten Platz für benötigte Versorgungsstoffe. Folglich sind Nähr- und Mineralstoffe viel schneller verbraucht, als bei Gartenbeet-Rosen. Deshalb sollten Rosen in Kübeln wie folgend beschrieben gedüngt werden:

  • Erste Düngung im März mit nährstoffreichem Langzeitdünger
  • Im April ein wenig Kompost ins Substrat einarbeiten
  • Im Juni Langzeit-Mineraldünger verabreichen
  • Ende August stickstofffreies Patenkali für bessere Kälteresistenz
  • Ende September letzte Nährstoffdüngung mit niedrig dosiertem Flüssigdünger

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Wie gut oder schlecht ist ein Düngen mit Blaukorn für Rosen?

Blaukorn stellt eine oft gewählte Alternative für einen Langzeit-Mineraldünger als Fertigprodukt aus dem Fachhandel dar. Aber Vorsicht, denn Blaukorn besitzt eine relativ hohe Stickstoff-Konzentration. Das heißt, es könnte die Blüte gestört werden.

Blaukorn im Juni zu verabreichen, empfiehlt sich nur, wenn das Wachstum aus welchen Gründen auch immer, bisher mickrig verlief und angeregt werden soll. Ein Grund könnte beispielsweise sein, dass Pflanzen durch eine Erkrankung oder einen Schädlingsbefall geschwächt oder Wachstumsstörungen aufgrund eines zu schattigen Standortes hervorgerufen wurden.

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Was passiert, wenn Rosen nicht regelmäßig gedüngt werden?

Typische Rosen-Krankheit: Sternrußtau ist eine Pilzerkrankung
Die richtige Düngung beugt Rosen-Krankheiten vor, wie dem Sternrußtau, der an braunen Stellen auf den Blättern erkennbar ist © mein Gartenexperte

Rosengewächse zählen zu den Starkzehrern. Das bedeutet, sie brauchen viel Nähr- und Mineralstoffe, die sie dem Boden in hohen Mengen entziehen. In der Folge laugt der Boden schnell aus und es kommt im schlimmsten Fall zu einer unzureichenden Versorgung. Anfälligkeit für Krankheiten und Frostschäden, Wachstumsstörungen, mickrige oder ausbleibende Blütenbildung sowie ein Absterben sind mögliche Folgen. Um dem vorzubeugen, ist das regelmäßige Düngen des Bodens notwendig.

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Warum ist Kompost als Dünger im April für Rosen sinnvoll?

Kompost sorgt dafür, dass sich die Nährstoffe des vorherigen Düngens besser in der Erde halten. Er agiert als eine Art Aktivator und optimiert die Nährstoffversorgung aus der Bodentiefe heraus, damit die Wurzeln sie an ihren Enden aufnehmen können.

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Ist Stickstoff-Dünger gut für Rosen?

Bedingt. Stickstoff-Dünger regt das Wachstum grüner Pflanzenteile an. Wird zu viel Stickstoff verabreicht, verlagert sich die Energieversorgung hauptsächlich ins Grünwachstum, sodass die Blütenbildung "vernachlässigt" wird. Folglich verhindert ein zu hoher Stickstoffgehalt ein üppiges Blütenwachstum.

Zudem neigen Rosen mit zu viel Stickstoff im Boden dazu, schneller zu erfrieren und die Pflanzenstruktur aufzuweichen. Deshalb sollte im Frühjahr der Stickstoffgehalt zwei Prozent nicht überschreiten.

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Woran ist ein Nährstoffmangel bei Rosen zu erkennen?

Liegt eine Unterversorgung von Nährstoffen vor, zeigt sich dies in der Regel durch typische Merkmale. Dazu zählen vor allem:

  • Weniger und/oder kleinere Blüten
  • Schwache, dünne und schnelle Verholzung von Neutrieben
  • Verfärbungen von Blättern
  • Blattränder sterben ab/vertrocknen
  • Wachstumsstörungen

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Wie ist die Erde beim Düngen von Rosen vorzubereiten?

Ist der Boden stark verdichtet, sollte er vor dem Düngen aufgelockert werden. Das kann mit einem Spaten mittels leichtem und vorsichtigem Umgraben erfolgen. Für großflächige Rosenbeete erleichtert eine Gartenfräse die Bodenlockerung, sofern es der Abstand zwischen den einzelnen Pflanzen erlaubt.

Ist der Boden locker, sollten Sie aber in jedem Fall zumindest die Oberfläche mit einer Harke bearbeiten, wenn Sie sich für Düngegranulat entscheiden. In einer geharkten Erdoberfläche setzt sich das Granulat besser ab und ist vor Windstößen geschützter.

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Was ist nach dem Düngen von Rosen zu beachten?

Schöne Rosenblüten durch Düngung
Damit solch prächtige Rosenblüten im Garten erstrahlen, ist eine ausgewogene Düngung hilfreich

Nach dem Düngen ist der Boden um den Wurzelbereich unbedingt zu bewässern. Wenn Sie einen Gartenschlauch dazu nutzen, achten Sie auf einen "weichen" Strahl, damit keine Erde samt Dünger durch den Wasserdruck rausgespült wird.

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Wie häufig sollten junge Rosen gedüngt werden?

Junge Rosengewächse werden im ersten Lebensjahr gar nicht gedüngt. Ihr Nährstoffbedarf ist noch nicht hoch, sodass eine Düngung mehr Schaden anrichten kann als Nutzen bringt.

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Wann sollten Rosen nach dem Umpflanzen gedüngt werden?

Da Rosen zwischen März und Oktober nicht umgepflanzt werden sollten, erfolgt die erste Düngung frühestens im April mit Kompost. Die zweite Düngung kann dann im Juni stattfinden. Da die umgepflanzten Exemplare in frische und nährstoffreiche Erde gesetzt werden, könnte eine Düngung im März schlimmstenfalls zu einer Überversorgung führen.

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Welche Düngemenge brauchen Rosen?

Das hängt von dem jeweiligen Produkt, den Inhaltsstoffen und deren Mengen ab. Grundsätzlich sollten stets die Angaben des Herstellers beachtet und sich strikt an die Dosierempfehlungen gehalten werden, um eine Überdüngung zu vermeiden.

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Wann müssen Rosen zusätzlich gedüngt werden?

Eine Düngung außerhalb des empfohlenen Düngeplans sollte nur erfolgen, wenn es unbedingt erforderlich ist. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn folgende Umstände gegeben sind:

Ursache Erkennung Behandlung
Chlorose Bildung gelber Blätter mit grünen Blattadern durch Folge von Eisenmangel dementsprechend Eisen oder mit flüssigem Eisen-Chelat-Dünger düngen
Magnesiummangel erst helle Blattflecken, später Gelb, anschließend Braun - vor allem älteres Blattwerk betroffen Meeresalgenkalk im Frühjahr oder Sommer düngen und bei Mangelerscheinungen im Herbst wasserlösliches Bittersalz verabreichen
Zu hoher oder zu niedriger pH-Wert des Bodens Kümmerwuchs - Nachweis nur über Bodentest möglich bei pH-Wert unter 5.5 Rosen mit Calcium oder 100 Gramm Kalk pro Quadratmeter düngen
bei pH-Wert über 7.0 Erde mit dicker Schicht Mulch (fünf Zentimeter) abdecken

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THEMEN:   Pflanzenpflege Blumen Rosen Dünger


Autor Romina Seilnacht

Über den Autor
Romina Seilnacht

Auf mein-gartenexperte.de kann Romina als gelernte Gärtnerin ihre Vorlieben für Garten, Pflanzen und Fotografie vereinen und unseren Lesern mit hilfreichen und interessanten Ratgebern die Gartenarbeit erleichtern.

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