Blumenpflege

Sonnenblumen säen, pflanzen und pflegen

Sonnenblumen zieren sommerliche Gärten mit strahlend gelben Blüten, die gute Laune verbreiten. Sie sind der Inbegriff von Sommer und dienen Insekten wie Vögeln als wertvolle Nahrungsquelle. Wir geben Tipps zur Aussaat, Pflanzung und Pflege der gelben Blühpflanzen.

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Sonnenblumen im Garten
Die Sonnenblume ist eine bis zu zwei Meter tief wurzelnde einjährige Pflanze
Inhaltsverzeichnis

Welchen Standort bevorzugen Sonnenblumen?

Im Ziergarten präsentiert sich die Gewöhnliche Sonnenblume (Helianthus annuus) als äußerst schnellwüchsige Blühpflanze und erreicht bereits innerhalb weniger Wochen eine stattliche Höhe von bis zu drei Metern. Ihre großen gelben Blüten strahlen von Juni bis Oktober mit der Sonne um die Wette und erreichen einen Durchmesser von bis zu 30 Zentimetern.

Das schnelle Wachstum der zur Familie der Korbblütler gehörenden Pflanze setzt einen nährstoffreichen Boden voraus, der im Idealfall stickstoffhaltig und humusreich ausfallen sollte. Da Sonnenblumen eine kräftige Pfahlwurzel entwickeln, die in ihrer Länge fast der Wuchshöhe entspricht, sollte der Untergrund tiefgründig sein. Wie ihr Name bereits vermuten lässt, fühlt sich die Sonnenblume an einem hellen, warmen und sonnigen Gartenplatz am wohlsten.

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Wie werden Sonnenblumen gesät?

Die Gewöhnliche Sonnenblume zählt zu den einjährigen Pflanzen und bedarf jedes Jahr einer neuen Aussaat. Lassen Sie die verblühten Pflanzen im Herbst stehen und werden nicht alle Samen von Vögeln gefressen, vermehrt sich die Blühpflanze häufig durch Selbstaussaat.

Möchten Sie Sonnenblumen gezielt in Ihrem Garten ansiedeln, können Sie Jungpflanzen ab Anfang März in Anzuchttöpfen vorziehen. Drücken Sie die Samen rund zwei Zentimeter tief in die Anzuchterde, drücken Sie diese leicht an und halten Sie die Erde bis zur Keimung gleichmäßig feucht. An einem hellen und warmen Ort, beispielsweise auf der Fensterbank oder im Wintergarten, keimen die Blühpflanzen nach rund 14 Tagen. Haben sich die Keimlinge zu kräftigen Jungpflanzen entwickelt, können Sie diese ab Ende Mai in den Garten auspflanzen.

Im Freibeet können Sie mit einer Aussaat ab Ende Mai beginnen, sobald keine Fröste mehr zu erwarten sind. Bei der Direktaussaat säen Sie die Samen in einem Abstand von rund 50 Zentimetern ins Beet. Dieser Abstand zwischen den einzelnen Pflanzen ist wichtig, damit sich die Wurzeln der Jungpflanzen ungehindert ausbreiten können. Halten Sie die Erde bis zur Keimung auch hier kontinuierlich feucht. Die ersten Keimlinge lassen sich nach etwa 14 Tagen erblicken und entwickeln sich in den nächsten drei bis vier Monaten zu ausgewachsenen Pflanzen.

 

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Wie lassen sich Sonnenblumen pflanzen?

Sonnenblumen anpflanzen
Die großen Sonnenblumenblüten sehen nicht nur toll aus, sondern bieten auch Nahrung für Insekten und Vögel

Haben Sie den optimalen Standort in Ihrem Garten ausgewählt, können Sie Sonnenblumen entweder als vorgezogene Jungpflanzen oder als gekaufte Containerpflanzen ins Freibeet setzen. Bevor Sie mit der Pflanzung beginnen, bereiten Sie den Untergrund vor. An mageren Standorten empfiehlt es sich, Hornspäne und Kompost in den Boden einzuarbeiten. Neigt Ihr Gartenboden zu Staunässe, können Sie die Durchlässigkeit mithilfe von Sand verbessern.

Ist der Untergrund vorbereitet, heben Sie ein Pflanzloch aus, das etwas größer als der Durchmesser des Wurzelballens ausfällt. Setzen Sie die Jungpflanze mittig in das Pflanzloch, füllen Sie dieses mit der ausgehobenen Erde auf und drücken Sie die Erde leicht an. In den ersten Wochen nach der Pflanzung sollten Sie die Jungpflanzen regelmäßig wässern, um das Anwachsen zu erleichtern.

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Welche Pflege brauchen Sonnenblumen?

Sonnenblumen zeigen sich als pflegeleichte Sommerpflanzen und verlange nur einen geringen Pflegeaufwand. Da die gelben Blühpflanzen zu den Starkzehrern zählen, danken sie eine regelmäßige Düngung mit reifem Kompost und eine regelmäßige Wässerung. Die sommerlichen Pflanzen verfügen zwar über einen hohen Wasserbedarf, vertragen jedoch keine Staunässe. Überflüssiges Gießwasser sollte daher immer abfließen können.

Neben diesen Pflegemaßnahmen können Sie die langen Stängel großer Sonnenblumen mit Stützstäben vor dem Abknicken schützen. Ein Rückschnitt ist jeweils nur im Frühjahr erforderlich. Im Herbst bilden die schönen Blühpflanzen Sonnenblumenkerne aus, die nach der Blüte reif sind. Da die Samenstände während der Herbst- und Wintermonate für viele Vogelarten eine wertvolle Nahrungsquelle bilden, sollten Sie die verblühten Stängel erst im Frühling kurz über dem Boden abschneiden.

Die Gewöhnliche Sonnenblume ist eine einjährige Pflanze, die im Herbst abstirbt. Sie benötigt daher keinen Winterschutz und lässt sich im nächsten Jahr neu aussähen. Neben der Gewöhnlichen Sonnenblumen gibt es jedoch einige Stauden-Sonnenblumen wie die Weidenblättrige Sonnenblume oder die Kleinblumige Sonnenblume, die mehrjährig sind und während der Wintermonate einen leichten Winterschutz brauchen.

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Wie werden Sonnenblumenkerne geerntet?

Sonnenblumenkerne ernten
Sonnenblumenkerne sind schmackhaft und gesund

Wenn nicht alle Sonnenblumenkerne von Gartenvögel gefressen wurden, können Sie die Samen im Herbst selbst ernten. Die Kerne sind ein Lieferant für wichtige Nährstoffe wie zum Beispiel Proteine, B-Vitamine, Calcium oder Magnesium und lassen sich vielseitig in Brot, Müsli oder Salaten verwenden. Alternativ können Sie die Sonnenblumenkerne als eigenes Saatgut aufbewahren und im Folgejahr zur Aussaat neuer Sonnenblumen verwenden.

Um die Kerne zu ernten, sollten Sie den Herbst abwarten. Die Kerne sind reif, wenn die zuvor gelben Blüten vertrocknet sind und sich leicht vom Stil lösen lassen. Durch vorsichtiges Schütteln oder mithilfe einer kleinen Bürste lassen sich die Sonnenblumenkerne aus der Blüte lösen. Anschließend können Sie die Kerne in ein feines Sieb geben, gründlich waschen und mit einem Handtuch gründlich trocknen.

Möchten Sie die Samen im nächsten Jahr als Saatgut verwenden, empfehlen sich Saatguttüten, eine Blechdose oder ein luftdicht verschließbares Glas zur Aufbewahrung. Alternativ können Sie die Kerne auch in der Küche für verschiedene Speisen verwenden oder einfach pur essen. Zur Aufbewahrung empfiehlt sich auch in diesem Fall ein luftdichter Behälter.

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THEMEN:   Blumen Pflanzenpflege Aussaat


Autor Jennifer Nagel

Über den Autor
Jennifer Nagel

Nach einem redaktionellen Praktikum entdeckte Jennifer ihre Liebe zur Sprache und begann ein Studium zum Werbetexter und Konzeptioner. Seit 2019 arbeitet sie als freie Texterin und Lektorin und verfasst unter anderem interessante Artikel für unser Gartenmagazin.

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