Amazon Black Friday 2020: Garten-Deals, Werkzeuge und mehr günstig kaufen

Weinrebengewächse

Weintrauben selbst anbauen: Pflege, Standort, Ernte

Als Kletterpflanze sorgt eine Weinrebe für einen hohen dekorativen Wert und bietet zugleich leckere Weintrauben. Voraussetzung ist, dass sie an einem optimalen Standort wächst, die richtige Pflege erhält und zum idealen Zeitpunkt die Ernte erfolgt. In unserem Ratgeber beantworten wir Ihnen die wichtigsten Fragen und geben wertvolle Tipps zur Pflege und Ernte.

·
Lesedauer: 6 Minuten · 0 Kommentare

Weintrauben im Garten selbst anbauen: Tipps zu Pflege, Standort und Ernte
Weintrauben sind nicht nur lecker, ein eigener Weinstock im Garten sieht auch toll aus
Inhaltsverzeichnis

Wann sollte Wein am besten gepflanzt werden?

Der beste Zeitpunkt, um Wein zu pflanzen, ist zwischen Anfang April und Mitte Mai. Eventuellen Bodenfrost verträgt die Kletterpflanze gut, wenngleich für das Pflanzen der Boden natürlich frostfrei sein sollte. Kaufen Sie die Pflanzen als Containerware im Gartenfachhandel, können sie auch später in den Sommermonaten gepflanzt werden.

Mehr Informationen »

Welcher Standort ist der beste für Weintrauben?

Damit Weinreben kräftig wachsen und vor allem zahlreiche Weintrauben bilden, sollte der Standort folgende Kriterien erfüllen:

  • Vollsonnig
  • Windgeschützt
  • Ideal an Wand, Mauer oder einem Zaun mit südlicher Ausrichtung

Mehr Informationen »

Was ist bei der Bodenbeschaffenheit zu beachten?

Der Boden bildet die Basis für das gesamte Pflanzenleben. Hieraus zieht der Wein seine Wuchskraft, Abwehrkräfte und alles Erforderliche für die Fruchtbildung. Damit der Boden den Ansprüchen des Stocks gerecht wird, sollte er folgende Eigenschaften aufweisen:

  • Geringfügig steinig
  • Kalkarm
  • Locker
  • Durchlässig
  • Idealer pH-Wert: bei leichten Böden um die 5,5 - bei schwereren Böden bis zu 7,0
  • Optimal, wenn ton- und lehmhaltig
  • Tipp: sandhaltigen Boden mit Humus anreichern

Mehr Informationen »

Wie werden Weinstöcke richtig gepflanzt?

Wein richtig anpflanzen
Für eine schöne und volle Weintraubenernte ist vor allem der Standort entscheidend, an dem der Wein gepflanzt wird

Beim Setzen von Weinstöcken ist es wichtig, dass auf Pflanzabstände geachtet wird, damit sich der Wein gut ausbreiten und uneingeschränkt entwickeln kann. Hierbei kommt es darauf an, ob er neben Artgenossen gepflanzt wird, die miteinander verwachsen können, oder neben anderen Pflanzenarten.

Folgende Details sind beim Pflanzen zu berücksichtigen:

  • Pflanzabstand zwischen zwei Reben: 1,5 bis 3 Meter
  • Pflanzabstand zu anderen Pflanzenarten: mindestens 3,5 Meter
  • Pflanzabstand zu Rankenhilfen wie Mauer oder Wand: etwa 20 Zentimeter
  • Pflanzloch mit 40 Zentimeter Tiefe und 40 Zentimeter Durchmesser ausheben
  • Wurzelballen vor der Pflanzung wässern, dann Ummantelung / Topf abziehen und ins Pflanzloch setzen
  • Auf gerade Ausrichtung achten, Erde auffüllen und vorsichtig fest drücken
  • Pfahl oder Rankenhilfe als Stabilitätshilfe setzen
  • Pflanze vorsichtig und nicht zu straff daran befestigen
  • Mäßig angießen

Mehr Informationen »

Wie oft müssen Rebstöcke gegossen werden?

Der Wasserbedarf eines Rebstocks hängt von dem Alter der Pflanze ab. Junge Exemplare besitzen einen deutlich höheren Wasserbedarf, da sie die Feuchtigkeit zur Ausbildung des Wurzelsystems benötigen. Das heißt, im ersten Pflanzjahr ist kräftig zu gießen, aber unbedingt Staunässe zu vermeiden.

Der Boden sollte durchgehend feucht gehalten werden. Empfehlenswert ist in den ersten sechs Wochen nach der Einpflanzung ein kräftiges, durchdringendes Gießen alle zwei bis drei Tage. Selbst bei Nieselregen sollte nicht auf eine zusätzliche Portion Gießwasser verzichtet werden. Zur Orientierung: Es sollten etwa zehn Liter Wasser in sieben Tagen verabreicht werden.

Nach sechs Wochen kann das Gießen des Weins um die Hälfte reduziert werden, sofern hohe Temperaturen nicht eine starke Verdunstung zur Folge haben. Ab dem zweiten Pflanzjahr reicht meist die Bewässerung durch Regen aus, da eine Trockenheit über zwei oder drei Tage gut vertragen wird. Gießen Sie Weinstöcke dann nicht mehr täglich, denn das hat einen Gewöhnungseffekt zur Folge und das Wurzelsystem setzt sich nicht ausreichend gut in die Tiefe ab.

Mehr Informationen »

Wie und wann wird ein Rebstock richtig geschnitten?

Weinreben schneiden
Damit sich der Hauptstamm richtig entwickeln kann, müssen bei jungen Weinreben die frischen Triebe entfernt werden

Damit sich aus dem jungen Rebstock eine kräftige Kletterpflanze mit vielen Früchten entwickelt, sind die richtige Schnitttechnik sowie der ideale Zeitpunkt wichtig. Als Schneidewerkzeug eignet sich für erreichbare Triebe eine Gartenschere. Ist der Wein in die Höhe geschossen, bietet Ihnen eine Astschere gegebenenfalls mit Teleskopstange die bessere Option.

Schnitt von jungen Weinstöcken

Bei jungen Exemplaren kommt der sogenannte Erziehungsschnitt zum Einsatz. Hierbei geht es darum, durch die Schnitttechnik die Entwicklung eines starken Hauptstammes zu fördern. Dazu sollten Sie einen Haupttrieb des noch jungen Rebstocks wachsen lassen, während sie alle anderen kleineren Triebe zurückschneiden. Dies sollten Sie vor dem ersten Winter im Oktober oder November beginnen und im zweiten Pflanzjahr langsam ausklingen lassen.

Schnitt von erwachsenen Weinstöcken

Von nun an heißt es, mit dem optimalen, regelmäßigen Rückschnitt die Traubenernte zu fördern. Dazu kürzen Sie das Fruchtholz so nahe wie möglich am Altholz. Wichtig ist, dass das Schneidewerkzeug circa zwei Zentimeter vor der letzten Blütenknospe angesetzt wird.

Der beste Zeitpunkt für den Hauptschnitt ist im März gegeben. Einen zweiten Schnitt sollten Sie im Juni am Rebstock vornehmen, wenn die Pflanze Früchte trägt. Dann sind die Spitzen langer, neuer Fruchttriebe fünf Blätter oberhalb der letzten Trauben abzuschneiden. Das fördert nochmals die Fruchtreife. Zudem ist hier ein Formschnitt möglich, wenn die Kletterpflanze zu breit oder zu hoch wächst.

Produktempfehlung: Fiskars SingleStep Bypass-Gartenschere P26

Mehr Informationen »

Wann und wie sollten Weinreben gedüngt werden?

Die erste Düngung sollten Sie im Frühjahr vornehmen. Am besten verwenden Sie einen stickstoffreichen Volldünger, der das Wachstum der Rebe anregt. Zusätzlich ist die Gabe von organischem Dünger empfehlenswert, um der Erde für die Fruchtbildung mit ausreichend Nährstoffen zu versorgen. Dazu eignet sich beispielsweise Kompost.

Eine zweite Düngung ist im September ratsam. Hier sollte der Weinreben ein kaliumhaltiger Dünger verabreicht werden. Dieser unterstützt die Holzausreifung und verleiht den Kletterpflanzen eine bessere Frostresistenz.

Steht ein verhältnismäßig trockener Herbst oder Winter bevor, kann durch das Auflegen einer Mulchschicht Feuchtigkeit besser in der Erde gespeichert werden. Zeitgleich sorgt der Mulch für die Optimierung der Bodenstruktur und verhindert das Unkrautwachstum. Als Mulch eignen sich zum Beispiel zerhäckseltes Laub, Rasenschnitt oder Rindenmulch.

Mehr Informationen »

Wie lange dauert es bis zur ersten Ernte?

Junge Weintrauben
Bis sich die ersten Weintrauben bilden, kann es bis zu drei Jahre und länger dauern

Bei guter Pflege und einem idealen Standort ist frühestens im zweiten Pflanzjahr eine Fruchtbildung zu erwarten. In der Regel dauert es allerdings drei Jahre oder mehr, bis zur ersten richtigen Weintraubenernte. Bei schlechten Bedingungen kann diese auch gänzlich ausbleiben.

Sollten sich auch im dritten Pflanzjahr keine Trauben zeigen, überprüfen Sie nochmals alle Faktoren rund um Standort und Pflege, um sicherzustellen, dass es der Pflanze an nichts mangelt.

Mehr Informationen »

Wann ist für Weintrauben Erntezeit?

Der Erntezeitpunkt hängt von den Witterungsbedingungen und der Rebsorte ab. Meist sind die Trauben Ende August erntereif, wenn sie ihre Endfarbe erreicht haben und der Stiel verholzt ist. Es gibt aber auch früh- und spätreife Sorten, die schon im Juni oder erst im Oktober erntereif sein können. Überlegen Sie sich daher vor dem Kauf eines Weinstocks, zu welchem Zeitpunkt Sie Ihre Trauben ernten möchten.

Die Erntereife kann zudem mittels Fingerdruck überprüft werden: Geben die Weintrauben bei Druck auf die Außenschicht minimal nach, sind sie erntereif. Bei unreifen Beeren gibt die Schale hingegen nicht nach, fühlt sich sehr fest an und ist noch nicht vollständig durchgefärbt.

Mehr Informationen »

Kann die Ernte beschleunigt werden?

Weintrauben ernten
Weintrauben benötigen viel Sonnenlicht, damit die Trauben voll ausreifen und geerntet werden können

Um die Reife der Weintrauben zu beschleunigen, sollten Sie darauf achten, dass die Rispen ausreichend Sonnenlicht erhalten. Häufig werden diese durch Blätter und Triebe verdeckt, wodurch sich die Reifezeit verlängert. Zudem sollten Sie unterentwickelte Exemplare abnehmen, damit diese dem Weinstock nicht unnötig Energie entziehen, wodurch sich die Entwicklung der anderen Weintrauben verlangsamt.

Mehr Informationen »

Wie werden Weintrauben richtig geerntet?

THEMEN:   Pflanzenpflege Weintrauben Obst


Autor Tim Sydekum

Über den Autor
Tim Sydekum

Als Gartenliebhaber und Gründer von mein-gartenexperte.de ist Tim zuständig für spannende Produkttests, interessante Berichte und informative Beiträge aller Art. Er hat eine technische Ausbildung und jahrelange Erfahrung im Gartenbereich.

Gefällt Ihnen dieser Beitrag?

 
5.0 / 5 Sternen | 13 Bewertungen
Kommentare (0)

Noch keine Kommentare vorhanden. Seien Sie der Erste!