Hausmittel

Zimt im Garten nutzen: 6 Tipps zur Anwendung

Zimt sollte in keiner Küche fehlen. Doch nicht nur dort gibt es zahlreiche Verwendungsmöglichkeiten, auch im Garten ist das Gewürz ein wahres Wundermittel. Erfahren Sie hier, wie Sie von den antibakteriellen, heilsamen und antimykotischen Eigenschaften von Zimt in Ihrem Garten profitieren können.

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Zimt zum Pflanzenschutz verwenden
Das leckere Küchengewürz lässt sich im Garten vielfältig verwenden, bspw. zum Pflanzenschutz
Inhaltsverzeichnis

Wenn Sie regelmäßig und gerne kochen, sollte Zimt in Ihrer Küche nicht fehlen. Denn das Küchengewürz eignet sich hervorragend, um den Geschmack und das Aroma von süßen mit salzigen Speisen zu verbinden. Doch fernab der Küche findet Zimt sowohl in der Schönheitsindustrie als auch im Garten Verwendung. Hier unsere sechs Tipps zum Einsatz von Zimt:

1. Schimmel- und Pilzbefall bekämpfen

Insbesondere Topf- und Kübelpflanzen zeigen sich anfällig für einen Schimmelbefall, da deren feuchtwarme Erde ein idealer Nährboden für Schimmel und andere Pilze darstellt. Mit etwas Zimt gelingt es Ihnen jedoch, Schimmel nach und nach verschwinden zu lassen. Wird das Küchengewürz hingegen frühzeitig ausgebracht, kann einem Befall sogar vollständig vorgebeugt werden.

Betrifft der Schimmelbefall lediglich die Erde, reicht es aus, etwas gemahlenes Zimtpulver rund um die Pflanze zu streuen. Sind die Pflanzenblätter ebenfalls betroffen, oder zeigt sich der Pilzbefall als besonders hartnäckig, ist die Herstellung einer Zimtlösung ratsam. Hierfür lösen Sie einen gestrichenen Teelöffel Zimt in 5 Liter warmem Wasser auf. Lassen Sie das Ganze etwa eine Stunde ziehen, bevor Sie die Lösung auf die betroffenen Stellen auftragen.

2. Schutz für Setzlinge

Zarte Setzlinge sind für jegliche Art eines natürlichen Schutzes dankbar. Daher empfiehlt es sich, direkt nach dem Einpflanzen Zimtpulver um die noch sensiblen Pflänzchen auszubringen. Nun profitieren diese von einem bestmöglichen Schutz vor Pilzen und anderen Schädlingen.

Alternativ ist es möglich, bereits die Samen mit etwas Zimt einzureiben oder das Gewürz als Düngemittel zu verwenden. Zimt legt sich dabei wie eine Schutzschicht um die Samen.

3. Wachstum von Stecklingen fördern

Zimt kann außerdem die kraftvolle Ausbildung der Wurzeln von Stecklingen fördern. Hierbei erfolgt die Bestäubung der Schnittfläche an den Stängeln. Vor dem Einpflanzen ist der Steckling für rund eine Stunde kopfüber zu lagern.

Der Zimt sorgt dabei für ein gesundes Wachstum der Pflanzen und bietet durch seine desinfizierende Wirkung einen bestmöglichen Schutz vor Krankheiten.

4. Heilung von Pflanzen

Gelegentlich bleibt es nicht aus, dass Pflanzen versehentlich zu stark gestutzt oder durch eine Windböe in Mitleidenschaft gezogen werden. Sowohl abgeknickte Halme als auch rissige Stämme lassen sich gezielt mit Zimt behandeln. Denn die desinfizierenden Eigenschaften von Zimt nehmen einen positiven Einfluss auf den Heilungsprozess der Pflanzen. Hierfür ist es ausreichend, das Gewürz auf die jeweiligen Wunden aufzutragen.

5. Vertreibung von Ameisen

Ameisen verspüren eine starke Abneigung gegenüber dem würzigen Geruch von Zimt. Der Verzehr des Küchengewürzes kann schlimmstenfalls sogar den Tod für Ameisen bedeuten. Das Ausbringen von Zimtpulver auf dem Boden oder um ein Blumenbeet kann eine bestehende Ameisenplage innerhalb kürzester Zeit vertreiben. Hinzu kommt, dass der Geruch von Zimt die Atemwege von Ameisen erschwert und das Ausschlüpfen sowie die Vermehrung am jeweiligen Ort verhindert.

6. Zimt als natürlicher Mückenschutz

Weiterhin ist Zimt bestens als natürlicher Schutz vor Mücken geeignet. Zur Herstellung eines Zimtöls benötigen Sie folgende Utensilien:

  • 1 Glasgefäß
  • Zimtstangen
  • Mildes Öl wie beispielweise Oliven- oder Sonnenblumenöl

Stellen Sie zunächst die Zimtstangen dicht an dicht in das Glasgefäß. Übrige Lücken lassen sich mit Bruchstücken auffüllen. Übergießen Sie anschließend das Ganze mit Öl, sodass die Zimtstangen vollständig bedeckt sind. Im Anschluss sollte das Ganze für etwa drei Wochen an einem warmen Ort ruhen. Danach ist es an der Zeit, das Öl mit Hilfe eines alten Geschirrtuchs abzuseihen. Dies gelingt am einfachsten, indem Sie das Öl in einer Schale auffangen. Das Ergebnis ist ein aromatisches Zimtöl.

Um sich nun erfolgreich vor Mücken zu schützen, reicht es aus, etwas Öl auf ein Taschentuch zu träufeln und dieses auf einem Teller an das offene Fenster zu stellen. Sie werden feststellen, dass fortan keine Stechmücke in Ihre Wohnräume eindringt.

Alternativ besteht die Möglichkeit, Arme und Beine mit diesem Öl einzureiben. Auf diese Weise erhalten Sie auch für unterwegs oder im Garten einen wirksamen natürlichen Mückenschutz.

THEMEN:   Hausmittel Insekten Pflanzenschutz


Autor Carina Staiger

Über den Autor
Carina Staiger

Nach Wirtschaftsabitur und Ausbildung hat sich Carina für das Leben als freie Texterin entschieden. Mit ihrem Fachwissen zu den unterschiedlichsten Gartenthemen berät und unterhält sie unsere Leser.

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