Systemakku-Test

Stiftung Warentest: 8 Werkzeug-Akkus im Test

Sie erfreuen sich größter Beliebtheit: Akku-Gartengeräte und -Werkzeuge. Doch welcher Systemakku lässt sich in besonders vielen Geräten verwenden und bietet eine lange Haltbarkeit. Das wollten die Kollegen der Stiftung Warentest herausfinden und haben acht Akku-Systeme bekannter Hersteller wie Bosch, Einhell und Makita getestet. Ein teurer fiel dabei im Praxistest durch.

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Einhell Akku Testsieger bei Stiftung Warentest
Der 18 V 2,0 Ah Akku aus der Power X-Change-Serie von Einhell wurde Testsieger bei Stiftung Warentest © Einhell
Inhaltsverzeichnis

Die meisten Hersteller bieten inzwischen Systeme, bei denen die Akkus in verschiedenen Geräten und Maschinen der eigenen Marke verwendet werden können. So können zusätzliche Werkzeuge ohne weiteren Akku samt Ladegerät gekauft werden - und kosten dann teilweise nur noch die Hälfte. Das ist nicht nur praktisch, sondern spart vor allem Geld und schont die Umwelt. Einziger Haken: In der Regel bindet sich der Gartenbesitzer oder Heimwerker dabei an eine bestimmte Marke, um diese Vorteile nutzen zu können.

Welche Akkus und Marken wurden getestet?

Bei der Auswahl der Energiespeicher konzentrierte sich Stiftung Warentest auf acht Akkus mit einer Spannung von 18 und 20 Volt, die besonders stark verbreitet sind. Damit lassen sich unter anderem Bohrschrauber, Laubsauger- und Laubbläser, Schleifgeräte und Multitools antreiben. Folgende Akkus wurden getestet:

Hersteller Modell Preis ca. Shop
Einhell 18 V 2,0 Ah Power X-Change 35,00 € Amazon
Metabo 18 V 2,0 Ah 625596000 48,00 € Amazon
Lidl Parkside PAP 20 A1 17,50 € Amazon
Bosch PBA 18 V 2,5 Ah W-B 45,00 € Amazon
Bosch Professional GBA 18 V 2,0 Ah M-B 34,00 € Amazon
WORX WA3551.1 36,00 € Amazon
Black+Decker BL2018ST 50,00 € Amazon
Makita BL1820B 57,50 € Amazon

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Worauf wurde beim Test wert gelegt?

Besonders die Handhabung, Sicherheit und Haltbarkeit hatten die Tester dabei im Blick. Kriterien, die für die meisten Käufer am wichtigsten sind. Erfreulicherweise schnitten die meisten Systemakkus mit gut oder befriedigend ab. Zudem wurde untersucht, mit wie vielen Geräten das System komptibel ist und ob sich die Akkus in Produkten von Drittanbietern nutzen lassen. Letzteres ist zumindest teilweise bei Einhell, Metabo und Bosch der Fall.

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Wie wurden die Akkus getestet?

Um die Haltbarkeit der Akkus möglichst praxisnah testen zu können, wurden verschiedene Methoden angewendet. Unter anderem wurde der Alterungsprozess simuliert, wenn Akkus ungenutzt in der Schublade liegen. Im Praxistest kamen die Akkus in Bohrschraubern und Laubbläsern zum Einsatz. Während Schrauber intervallartig Energie ziehen, geschieht dies bei Bläsern kontinuierlich.

Anschließend wurden die Akkus mit dem dazugehörigen Ladegerät wieder aufgeladen. 400 Ladezyklen sollten die Energiespeicher ohne deutliche Leistungseinbußen überstehen, was bei einer wöchentlichen Aufladung einer Lebensdauer von ungefähr acht Jahren entspricht. Hier schnitt Makita mit einem "mangelhaft" ab, da zwei der getesteten Akkus keine 300 Zyklen überstanden. Auch der Stromverbrauch des Ladegeräts wurde als einziger im Test mit "befriedigend" bewertet.

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Welcher Akku wurde Testsieger?

Den Testsieg mit dem Qualitätsurteil "gut (2,0)" konnte Einhell mit dem 18 V 2,0 Ah Akku der Power X-Change Reihe für sich verbuchen. Gelobt wurden die lange Haltbarkeit sowie die Kompatiblität zu mehr als 170 Geräten aus der eigenen Produktreihe. Mit rund 35 Euro zählt er außerdem zu den günstigsten Modellen im Test.

Auch der Metabo 625596000 schnitt gut ab, kostet mit ca. 48 Euro allerdings etwas mehr und ist mit rund 100 Werkzeugen und Gartengeräten kompatibel. Platz 3 ging an den günstigsten Akku im Testfeld, der PAP 20 A1 der LIDL-Eigenmarkt Parkside. Dieser ist bereits für 17,50 Euro erhältlich und immerhin in mehr als 50 Produkten aus dem LIDL-Sortiment verwendbar.

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THEMEN:   Akku-Gartengeräte Stiftung Warentest Test


Autor Matthias Giller

Über den Autor
Matthias Giller

Matthias ist der Technik-Freak im Team und vereint am liebsten die Garten- und Pflanzenwelt mit technischen Spielereien wie Mährobotern und anderen Automationen. Seine Ausbildung absolvierte der IT-Fachmann bei einem bekannten Gartengerätehersteller.

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