Bodenbearbeitung

Die besten Geräte zum Graben und Pflegen

Das richtige Werkzeug erleichtert die Bodenbearbeitung erheblich. Graben, Walzen und Aussäen wird so zum Kinderspiel. Unsere Redaktion recherchiert für Sie die besten Gartengeräte, gibt wertvolle Tipps und hilft Ihnen bei der Kaufentscheidung.

Häufige Fragen zur Bodenbearbeitung

Der Erfolg jedes Hobbygärtners und Gartenfreunds steht und fällt mit dem Gartenboden. Denn nur gesunde Erde schenkt Ihnen schönes Pflanzenwachstum, regt die Fruchtbildung an und sorgt für strahlende Blüten. Wir haben für Sie die wichtigsten Fragen rund um eine sinnvolle Bodenbearbeitung und -pflege zusammengefasst.

Unterschiede der Bodenarten

Bodenarten im Garten

Welche Besonderheiten zeigt humusreicher Boden?

Die Bearbeitung des Gartenbodens und dessen benötigte Pflege hängen maßgeblich von der Bodenart ab. Erde mit einem hohem Humusanteil lässt sich etwa leichter bearbeiten und verfügt über eine gute Speicherkapazität für Nährstoffe und Wasser. Sie erkennen humusreichen Boden an einer dunklen Färbung, einem leichten Duft nach Walderde und einer krümeligen Konsistenz.

Mehr Informationen »

Welche Besonderheiten besitzt Sandboden?

Sandboden zeigt sich körnig und trocknet im Frühjahr schneller ab. Da sandige Erde in den Wintermonaten bis in die tieferen Bodenschichten durchfrieren kann, empfiehlt sich eine schützende Mulchdecke oder eine überwinternde Gründüngung. Diese versorgt Ihren Gartenboden nicht nur mit wichtigen Nährstoffen, sondern bietet im Winter auch eine schützende Schicht.

Mehr Informationen »

Welche Besonderheiten besitzt Lehmboden?

Lehmboden neigt zu Staunässe und bildet schnell Klumpen. Die schwere Erde macht eine Bearbeitung der Beete erst im späten Frühjahr möglich. Bei verkrusteten Erdklumpen empfiehlt es sich, diese regelmäßig zu lockern und so für eine bessere Bodendurchlüftung zu sorgen. Im Frühjahr und Herbst freut sich Ihre Gartenerde zudem über eine großzügige Menge Gartenkompost, die Sie einfach in den Boden einarbeiten.

Mehr Informationen »

Boden richtig umgraben

Boden umgraben

Was muss ich beim Umgraben im Garten beachten?

Das Bodenleben spielt sich vornehmend in den oberen Bodenschichten ab und reicht knapp 15 bis 30 Zentimeter ins Erdreich hinein. Die Bodenlebewesen bilden hier ein empfindliches Gefüge, das möglichst viel Ruhe erfordert. Wer zum Spaten greift und den Garten einmal gründlich umgräbt, läuft daher Gefahr, das sensible Bodenleben zu stören oder sogar zu zerstören.

Mehr Informationen »

Welche Böden muss ich umgraben, welche nicht?

Die sauerstoffbedürftigen Bodenlebewesen gelangen beim Umgraben in die unteren Bodenschichten, die nur einen geringen Sauerstoffgehalt aufweisen. Leichte und humusreiche Böden müssen Sie deshalb gar nicht umgraben. Lehmiger Gartenboden freut sich alle zwei bis drei Jahre über eine solche Bodenbearbeitung. Lediglich schwere, tonhaltige Gartenböden können Sie in regelmäßigeren Abständen umgraben und auf diese Weise für eine bessere Belüftung sorgen.

Mehr Informationen »

Wann sollte ich im Garten umgraben?

Als idealen Zeitpunkt für das Umgraben erweist sich der Herbst, da die aufgeworfenen Schollen durch den folgenden Winterfrost zerkleinert werden. Es entsteht die sogenannte "Frostgare", die eine feinkrümelige Bodenstruktur beschreibt. Möchten Sie Ihren Boden nicht durchlüften, sondern ein Stauden-, Kräuter- oder Gemüsebeet neu anlegen, empfiehlt sich auch dieses Vorhaben für die Herbstmonate.

Mehr Informationen »

Welche Werkzeuge brauche ich für die Bodenbearbeitung?

Für eine effektive Bodenbearbeitung steht Ihnen für jeden Einsatz das passende Gartengerät zur Verfügung. Spaten, Sauzahn und Grabgabel erlauben eine tiefgründige Bodenlockerung, die für eine verbesserte Belüftung sorgt. Insbesondere mit den sichelförmigen Zinken des Sauzahns erreichen Sie eine schonende Bodenbearbeitung, die zwar auflockert, die Bodenschichten jedoch nicht zerstört.

Das Einarbeiten von Kompost und Dünger erledigt sich am besten mit Krail, Grubber, Hacke und Rechen. Diese Geräte erlauben gleichzeitig ein flachgründiges Auflockern der Gartenerde, zerkleinern Erdklumpen und helfen bei der Entfernung von oberflächlichem Unkraut.

Mehr Informationen »

Erdboden im Garten düngen

Erdboden düngen

Was ist der Unterschied zwischen mineralischem und organischem Dünger?

Dünger bringt Ihrem Gartenboden wichtige Nährstoffe zurück und unterstützt ein gutes Pflanzenwachstum. Ihnen stehen mineralische und organische Dünger zur Auswahl. Während die Pflanzen ersteren direkt aufnehmen können, erfordert die zweite Variante die Arbeit der Bodenlebewesen. Diese wandeln die organischen Substanzen zunächst in eine pflanzenverfügbare Form um, da die Pflanzen den Dünger erst nach diesem Schritt aufnehmen können.

Mehr Informationen »

Sollte ich mineralisch oder organisch düngen?

Mineralische Dünger eignen sich, um akute Mangelerscheinungen Ihrer Gartenpflanzen in kurzer Zeit zu beheben. Organische Dünger fördern hingegen das Bodenleben sowie die Humusbildung. Sie wirken daher nicht nur kurzfristig, sondern entfalten ihre Wirkung langzeitig. Wenn Sie als Hobbygärtner und Gartenfreunde Ihren Ertrag nicht auf das Maximum trimmen müssen, empfiehlt sich deshalb ein organischer Dünger, der bodenschonend wirkt und langfristig zur Bodenverbesserung beiträgt.

Mehr Informationen »

Was sind die Vorteile einer Gründüngung?

Neben typischem Gartendünger bietet sich die Gründüngung als eine vielversprechende Alternative an. Die Gründüngungspflanzen durchwurzeln Ihren Gartenboden und sorgen auf diese Weise für eine Auflockerung. Schnell wachsende Pflanzen wie Gelbsenf lassen sich zudem als eine Art Bodenkur zwischen frühen und späten Gemüsekulturen einsetzen.

Mehr Informationen »

Welche Pflanzen eignen sich zur Gründüngung?

Da Senf wie andere Kohlarten zu den Kreuzblütlern gehört, sollten Sie eine Aussaat vor einem Spätkohlanbau vermeiden, um keine Kohlkrankheiten wie Kohlhernie zu übertragen. Phacelia besitzt hingegen keine Verwandtschaft mit einer Gemüseart und fügt sich somit problemlos in die Fruchtfolge ein. Rauweizen und Winterroggen können Sie zudem bis Anfang Oktober aussähen und als winterliche Gründüngung einsetzen.

Mehr Informationen »

Was sind die Vorteile von Rindenhumus und Rindenmulch bei der Bodenbearbeitung?

Wer möchte, kann Rindenhumus und Rindenmulch als schonende Düngung einsetzen. Rindenhumus besteht aus kompostierter Nadelholzrinde, die den Gartenboden mit leicht sauer wirkenden, halb verrotteten Humusteilchen anreichert. Rindenmulch entsteht hingegen in der Forstwirtschaft: die gehäckselte Baumrinde fällt beim Entrinden der Baumstämme an und unterdrückt beispielsweise den Unkrautwuchs. Während vor allem Moorbeetpflanzen wie Rhododendren und Hortensien Rindenmulch bevorzugen, freuen sich Heidelbeeren, Brombeeren und Himbeeren über Rindenhumus.

Mehr Informationen »

Was ist der Unterschied zwischen Dünger und Bodenhilfsstoffen?

Während Dünger dem Boden wichtige Pflanzennährstoffe wie Phosphor oder Stickstoff zuführt, übernehmen Bodenhilfsstoffe eine andere Aufgabe bei der Bodenbearbeitung. Sie enthalten nämlich keine Pflanzennährstoffe, sondern versorgen Ihre Gartenerde mit wichtigen Mineralien und Spurenelementen. Diese tragen zu einer Bodenverbesserung bei, indem sie die symbiotische Bindung von Luftstickstoff unterstützen und positiv auf die chemischen, physikalischen sowie biologischen Eigenschaften des Bodens einwirken.

Mehr Informationen »

Wie bringe ich Bodenhilfsstoffe aus?

Als Faustregel empfiehlt sich das Ausbringen von einem gehäuften Esslöffel der Bodenhilfsstoffe auf einer Fläche von rund einem Quadratmeter. Da sich eine Überversorgung mit Mineralien und Spurenelementen kaum einstellt, können Sie die Ausbringung jährlich in kleinen Mengen wiederholen. Um die Stoffe gleichmäßig auszubringen, eignet sich etwa ein Streuwagen, der nicht nur Mehl und Kalk, sondern auch Saatgut, Dünger, Sand und Winterstreugut mühelos verteilt.

Mehr Informationen »

Tipps für eine bessere Bodenqualität

Bodenqualität im Beet

Was bewirken Gesteinsmehle und Kalk bei der Bodenbearbeitung?

Gesteinsmehl wie Urgesteinsmehl und Lavamehl unterbinden unangenehme Gerüche, die beim Ansetzen von Pflanzenjauche oder im Kompost auftreten können. Darüber hinaus fördern beide Stoffe die Humusbildung. Algenkalk reduziert, regelmäßig angewendet, die Infektionsgefahr Ihrer Pflanzen mit Pilzerregern, zu denen etwa Krautfäule, Kohlhernie oder Mehltau zählen. Besonders karge Böden verbessern Sie mit Bentonit-Granulat.

Mehr Informationen »

Warum sollte ich im Garten auf eine feine Humusschicht achten?

Wer sich gesunde Gartenerde wünscht, findet die Lösung direkt in der Natur. Diese lässt kein Fleckchen Erde unbedeckt und ist ein wahrer Meister darin, einen optimalen Boden zu erhalten. Schieben Sie etwa bei einem Waldspaziergang die Laub- oder Nadelschicht beiseite, zeigt sich eine duftende, dunkle, feinkrümelige Humusschicht. Möchten Sie im Garten eine Humusschicht aufbauen, lässt sich dieses Vorhaben am besten durch einen Komposter umsetzen. Quellen die Sammelbehälter bereits über, bietet sich aber auch eine Flächenkompostierung an.

Mehr Informationen »

Wie funktioniert die Flächenkompostierung?

Lockern Sie für eine Flächenkompostierung die Gartenerde auf und fokussieren Sie sich insbesondere auf abgeerntete Gemüsebeete und die Zwischenräume zwischen ausdauernden Kräutern. Anschließend bedecken Sie den lockeren Gartenboden großzügig mit einer Mischung aus gehäckselten Gartenabfällen und Laub. Umso feiner das Material ausfällt, umso schneller können Mikroorganismen es zersetzen und in eine schöne Humusschicht umwandeln. Besitzen Sie keinen Häcksler, lässt sich größeres Material beispielsweise mit dem Rasenmäher zerkleinern.

Mehr Informationen »

Wie kann ich Kompost im Anschluss an eine Flächendüngung verwenden?

Nach der Flächendüngung, die sich für die Herbst- und Wintermonate empfiehlt, dient der Kompost im Frühjahr sowohl zur Düngung als auch zur Beetvorbereitung. Verteilen Sie beispielsweise die Überbleibsel Ihrer herbstlichen Flächendüngung zusammen mit Kompost und Hornspänen in Ihrem Beet und arbeiten Sie die Mischung mit Krail oder Grabgabel oberflächlich in Ihren Gartenboden ein.

Mehr Informationen »

Was macht guten Kompost aus?

Generell kommt es für guten Kompost auf die richtige Mischung an: Sorgen Sie für ein ausgewogenes Verhältnis zwischen feuchten und trockenen Gartenmaterialien. Neben frischem Rasenschnitt warten etwa Staudenreste und Strauchhäcksel auf ihre Verwertung auf dem Komposthaufen. Wenn Sie zudem auf einen lockeren, gut durchlüfteten Haufen achten, regen Sie die Verrottung der Materialien rasch an und können diese anschließend zur Bodenbearbeitung einsetzen.

Mehr Informationen »


Autor Tim Sydekum

Über den Autor
Tim Sydekum

Als Gartenliebhaber und Gründer von mein-gartenexperte.de ist Tim zuständig für spannende Produkttests, interessante Berichte und informative Beiträge aller Art. Er hat eine technische Ausbildung und jahrelange Erfahrung im Gartenbereich.