Heckenscheren Test-Übersicht und Vergleich 2019

Heckenscheren Test 2019
Heckenscheren Test und Vergleich 2019 © Bosch

Finden Sie die beste Schere für Ihre Hecke

Hecken sind ohne Frage eine schöne und vor allem natürliche Begrenzung des eigenen Gartens und dienen oft auch als Gestaltungselement in Parkanlagen. Je nach Größe und Platzierung bieten sie zudem Sicht- oder auch Windschutz und spenden Schatten. Allerdings gehören Hecken auch zu den arbeitsintensiveren Pflanzen im Garten und wollen, je nach Art, mindestens einmal im Jahr geschnitten werden.

Um Ihre Hecke perfekt pflegen und in Form schneiden zu können, benötigen Sie eine verlässliche Heckenschere, die von vielen Gartengeräte-Herstellern in verschiedenen Arten angeboten werden. Das Sortiment reicht dabei von manuellen Scheren bis hin zu elektrisch- beziehungsweise benzinbetriebenen Geräten, die die Schneidarbeiten erheblich vereinfachen. Um Ihnen die Suche nach dem passenden Gerät zu erleichtern, haben wir uns für Sie umgesehen und eine Liste der besten Strauchscheren erstellt, die sie allesamt bequem miteinander vergleichen können.

Inhaltsverzeichnis

Die besten Hecken- und Strauchscheren im Vergleich 2019

Entscheiden Sie sich zunächst für einen Heckenscheren-Typen bzw. die Antriebsart, die am besten zu Ihnen und Ihren Anforderungen passt. Auf den jeweiligen Vergleichsseiten können Sie anschließend unter anderem die Schnittlänge, die Motorstärke, das Gewicht und ganz besonders den Preis der einzelnen Modelle vergleichen.

Über die nützlichen Filterfunktionen lassen sich die Produkte zudem nach den für Sie wichtigsten Kriterien einschränken. Zu jeder Strauchschere geben wir außerdem unsere persönliche Redaktionsmeinung ab, die teils auf Kundenmeinungen aus Onlineshops und Heckenscheren Tests von Stiftung Warentest und anderer renommierter Institute beruhen.

Mit Hilfe Ihres persönlichen Heckenscheren Vergleichs 2019 finden Sie so kurzerhand die Schere, die am besten zu Ihnen passt.

Welche Antriebsarten von Heckenscheren gibt es?

Heckenscheren Typen
Auf dem Markt gibt es eine große Auswahl an Heckenscheren

Hecken- und Strauchscheren werden in vier verschiedene Arten untergliedert. Neben den manuellen Heckenscheren, die rein durch Muskelkraft betrieben werden, gibt es drei motorbetrieben Scherentypen: Akku-, Elektro- und Benzin-Heckenscheren.

Mit allen Scherenarten können Sie Ihre Hecken schneiden, Sträucher stutzen und Büsche in Form bringen. Kamen früher ausschließlich Hand-Heckenscheren zum Einsatz, nutzen heutzutage immer mehr Gartenliebhaber motorisierte Strauchscheren, die das Leben erheblich vereinfachen.

Welche Scherenart Sie bevorzugen, hängt neben dem Einsatzgebiet vor allem auch von Ihrem persönlichen Geschmack ab. Nachfolgend wollen wir Ihnen alle Antriebsarten von Heckenscheren mit ihren individuellen Vor- und Nachteilen vorstellen.

Manuelle Heckenscheren

Manuelle / Mechanische Heckenscheren Test 2019
Manuelle Heckenscheren Test und Vergleich 2019 © FISKARS

Für kleinere Hecken und Sträucher bieten sich manuelle Heckenscheren an. Sie sind preisgünstig, leicht und lassen sich vielfältig einsetzen. Je nach Hersteller gibt es Modelle mit kurzen, langen oder teleskopierbaren Griffen aus Holz oder Kunststoff.

Sollen dicke und harte Äste geschnitten werden, empfiehlt sich eine handgeführte Strauchschere mit Getriebe, welches die Muskelkraft optimal überträgt bzw. verstärkt.

Gerader Schliff oder Wellenschliff – was ist besser?

Auch der Schliff der Schneidmesser ist bei der Wahl der mechanischen Heckenschere entscheidend. Unterschieden wird zwischen geradem Schliff, auch Flachschliff genannt, und Wellenschliff.

Heckenscheren mit gerader Klinge

  • einfach in der Handhabung
  • besitzen eine kräftige Klingenspitze
  • erzeugen einen sauberen Schnitt
  • etwas günstiger in der Anschaffung
  • können leichter geschliffen werden

Heckenscheren mit Wellenschliff

  • halten das Schnittgut besser zusammen
  • bieten durch die Wellenform eine größere Schnittfläche
  • erzeugen ebenfalls einen sauberen Schnitt
  • haben ein besonders gleichmäßiges Schnittbild

Vorteile von mechanischen Heckenscheren

Der größte Vorteil von mechanischen Scheren ist die Unabhängigkeit von Strom und Benzin sowie die geringe Lautstärke beim Schneiden. Tiere und Nachbarn werden bei der Gartenarbeit nicht gestört. Darüber hinaus lässt sich durch die gute Handlichkeit der manuellen Heckenschere sehr genau arbeiten, so dass kleine Büsche und Sträucher problemlos in die gewünschte Form geschnitten werden können. Ein weiterer Vorteil ist die geringe Wartung und Pflege, die diese Scheren benötigen, so dass sie viele Jahre Spaß mit ihrer mechanischen Heckenschere haben können.

Nachteile von Hand-Heckenscheren

Vor allem bei hohen und großen Hecken stoßen Hand-Heckenscheren schnell an ihre Grenzen. Die Arbeit ist im Gegensatz zu motorisierten Geräten einfach zu zeitintensiv und kraftaufwändig.

Akku-Heckenscheren

Akku-Heckenscheren Test 2019
Akku-Heckenscheren Test und Vergleich 2019 © GARDENA

Mit dem Kauf einer Akku-Heckenschere erhalten Sie die Freiheit einer benzinbetriebenen Schere sowie die Leichtigkeit und Laufruhe einer Elektroschere. Je nach Hersteller, können die verwendeten Akkus häufig auch in anderen Gartengeräten verwendet werden, wodurch sich die Anschaffungskosten reduzieren können.

Standard ist mittlerweile die Lithium-Ionen-Technologie, die mit einer hohen Energiedichte und Schnellladefähigkeit aufwarten kann und dadurch ein geringeres Gewicht und längere Arbeitszeiten bietet.

Vorteile von Akku-Heckenscheren

Heckenscheren mit Akku verbinden die Unabhängigkeit einer Benzin-Schere mit der Leichtigkeit und Umweltfreundlichkeit einer Elektro-Schere. Durch das fehlende Stromkabel sind Sie mit einer Akku-Heckenschere ortsunabhängig und können mit nahezu gleicher Stärke Ihre Sträucher bearbeiten.

Neueste Akku-Technologien, Schnellladegeräte und Ersatzakkus sorgen zudem für eine lange Einsatzbereitschaft, so dass Sie ohne große Unterbrechungen im Garten arbeiten können.

Nachteile von Akku-Heckenscheren

Bearbeiten Sie vorwiegen große Hecken mit dickem Geäst, könnte eine Akku-Heckenschere an ihre Grenzen stoßen. Im Bereich der Schneidkraft schneiden sie schlechter ab, als benzinbetriebene Geräte.

Im Vergleich zu Heckenscheren mit Elektro-Antrieb, sind sie durch die eingesetzten Akkus zudem etwas schwerer.

Elektro-Heckenscheren

Elektro-Heckenscheren Test 2019
Elektro-Heckenscheren Test und Vergleich 2019 © Bosch

Besitzer kleinerer Gärten, die eine übersichtliche Anzahl an Hecken zu schneiden haben, greifen gerne zur Elektro-Heckenschere. Mit ihr lassen sich auch längere Heckenabschnitte ohne viel Kraftaufwand schneiden, so dass die Arbeit schneller vonstattengeht, als mit einer manuellen Schere. Sie sind zudem preisgünstig in der Anschaffung und leicht in der Pflege.

Vorteile von Elektro-Heckenscheren

Elektrische Heckenscheren haben den Vorteil, keine Abgase zu erzeugen und sind vergleichsweise leise und leicht im Vergleich zu Benzin-Heckenscheren. Darüber hinaus sind sie nicht von aufgeladenen Akkus abhängig und daher jederzeit einsatzbereit.

Nachteile von Elektro-Heckenscheren

Die Anbindung an das Stromnetz schränkt ihren Aktionsradius allerdings ein, so dass sich Elektro-Strauchscheren vor allem für kleinere Hecken und Sträucher eignen. Viele Anwender empfinden das Stromkabel zudem als äußerst störend, vor allem bei Arbeiten auf einer Leiter.

Benzin-Heckenscheren

Benzin-Heckenscheren Test 2019
Benzin-Heckenscheren Test und Vergleich 2019 © RYOBI

Besitzen Sie besonders große und weitläufige Hecken, sollten Sie auf jeden Fall den Kauf einer Benzin-Heckenschere in Betracht ziehen. Diese Geräte sind nichts für filigrane Arbeiten und eher als Arbeitstiere anzusehen, die große Flächen innerhalb kürzester Zeit schneiden können.

Vorteile von Benzin-Heckenscheren

Benzinbetriebenen Heckenscheren verfügen über ausreichend Power, um auch stärkere Äste problemlos schneiden zu können und bieten die größte Unabhängigkeit im Gegensatz zu Elektro- und Akku-Heckenscheren. So besitzen sie weder ein störendes Stromkabel, noch sind sie von aufgeladenen Akkus abhängig.

Nachteile von Benzin-Heckenscheren

Nachteilig sind allerdings die störenden Abgase und die hohe Lautstärke. Geräte mit vollem Benzintank haben außerdem ein kraftraubendes Gewicht, dass längere Arbeiten zur Qual werden lässt. Benzin-Strauchscheren sind daher nichts für zierliche Anwender.

Teleskop-Heckenscheren / Stab-Heckenscheren

Teleskop-Heckenscheren / Stab-Heckenscheren Test 2019
Stab-Heckenscheren / Teleskop-Heckenscheren Test und Vergleich 2019 © GARDENA

Eine weitere Variante der Heckenschere ist die sogenannte Teleskop-Heckenschere, die mit einem teleskopbierbaren Stiel ausgestattet ist. Sie gibt es als mechanische, wie auch motorisierte Schere und vergrößert Ihren Arbeitsbereich erheblich, so dass Sie hohe Hecken und Bäume problemlos vom Boden aus stutzen können. Da hierfür keine Leiter oder sonstige Steighilfe erforderlich ist, bieten Teleskop-Strauchscheren eine erhöhte Sicherheit bei der Gartenarbeit. Im Handel sind Stab-Heckenscheren mit Akku-, Elektro- und Benzinantrieb erhältlich.


Wissenswertes über Heckenscheren

Hecke mit einer Heckenschere schneiden
Eine elektrische Heckenschere erleichtert das Kürzen von Hecken erheblich

Wie funktioniert eine Heckenschere?

Die Funktionsweise von manuellen Heckenscheren ist schnell erklärt: die meist 20 bis 30 Zentimeter langen Klingen werden über zwei lange Griffe wie eine Schere bedient. Je länger die Griffe, umso mehr erleichtert die daraus resultierende Hebelwirkung das Schneiden. Mit dem vollständigen Schließen der mechanischen Strauchschere werden Äste und anderen Pflanzenteile sauber abgeschnitten.

Die Arbeitsweise von motorisierten Heckenscheren ist hingegen eine andere: sie besitzen, im Gegensatz zu den Klingen der Hand-Heckenschere, zwei gezahnte Schneidebalken mit durchschnittlich 30 bis 70 Zentimetern Länge, die auch Schwert genannt werden und mit hoher Geschwindigkeit gegeneinander laufen. Durch den Abstand der einzelnen Messer wird auch der maximale Astdurchmesser bestimmt, der mit der Heckenschere geschnitten werden kann. Dieser liegt in der Regel zwischen 15 und 25 Millimetern. Die große Anzahl an Schneidmessern erhöht die Effektivität der Strauchschere und lässt sie größere Flächen in kurzer Zeit beschneiden.

Welche Schere passt am besten zu meiner Heckengröße?

Ob sich für Sie eher eine manuelle Schere oder ein elektrisch- beziehungsweise benzinbetriebenes Gerät empfiehlt, hängt in erster Linie vom Einsatzgebiet und der Größe der zu schneidenden Hecken, Bäume und Sträucher ab

Scheren für vereinzelten Hecken- und Baumbeschnitt

Sollten Sie nur vereinzelt überstehende Äste und Triebe abschneiden, sind Sie mit dem Kauf einer Hand-Heckenschere am besten bedient. Sie ist günstig in der Anschaffung und leicht in der Pflege. Außerdem lässt sich äußerst präzise damit arbeiten. Modelle mit Teleskopgriff erlauben Ihnen außerdem das Beschneiden von höheren Pflanzen.

Strauchschere für kleine bis mittlere Hecken

Bei einer Hecke von mehreren Metern Länge lohnt sich bereits die Investition in eine elektrische Heckenschere. Ob Sie eher zu einem Elektro-Modell oder eines mit Akku-Antrieb greifen, sollten Sie von der Stromversorgung abhängig machen. Befindet sich ein Stromanschluss in der näheren Umgebung, erhalten Sie mit einer Elektroschere eine jederzeit einsatzbereite Lösung.

Möchten Sie im Einsatzradius flexibler sein und auf das störende Stromkabel verzichten, bietet sich eher eine Akku-Strauchschere an. Letztere sind allerdings von einem geladenen Akku abhängig, was Sie in der Spontaneität und Arbeitszeit eingrenzt.

Heckenschere für mittlere bis große Hecken

Wollen Sie größere Hecken schneiden, die zudem starke Äste besitzen, sollten Sie über die Anschaffung einer Benzin-Heckenschere nachdenken. Sie bietet genügen Power und Ausdauer, um längere Zeit am Stück schneiden zu können. Lediglich das hohe Gewicht kann den Benutzer schneller an seine Grenzen bringen.

Teleskop-Heckenscheren für hohe Hecken

Hohe Hecken sind besonders beliebt als Sichtschutz, lassen sich allerdings mit einer normalen Strauchschere vom Boden aus nicht vollständig beschneiden. Hier gibt es nur zwei Möglichkeiten: entweder verwenden Sie eine Gartenleiter in Verbindung mit einem leichten Heckenschneider oder, wenn Sie das ständige Umstellen der Leiter vermeiden möchten, eine Teleskop-Heckenschere. Bei diesen Gartengeräten befindet sich zwischen Handgriff und Schneidknopf ein ausziehbarer Teleskopstiel, wodurch sich auch hohe Hecken problemlos kürzen lassen.

Welche Heckenschere für welche Heckenart?

Jede Heckenart benötigt ihr eigene, individuelle Pflege. Je nach Aststärke, Blattgröße, Heckendichte und Wachstumshöhe ist dafür die eine oder andere Schere geeignet. Die eine, universelle Heckenschere gibt es leider nicht. Mit unserer Übersicht der gängigsten Arten finden Sie das Schneidgerät, das am besten zu Ihrer Hecke passt.

  • Ligusterhecke
    Besonders pflegeleicht sind Ligusterhecken. Haben sich bereits dicke Äste in der Liguster gebildet, sollten diese zuvor mit einem Astschneider herausgeschnitten werden. Für den eigentlichen Blattschnitt eignen sich ansonsten elektrische und benzinbetriebene Scheren aller Art.
  • Hainbuchenhecke
    Wer eine Hainbuche besitzt, sollte zwei Mal im Jahr zur Heckenschere greifen. Sie wächst schnell, lässt sich aber einfach in Form schneiden. Durch die großen Blätter bietet sich für kurze Heckenabschnitte eine manuelle Schere, bei längeren Hainbuchenhecken ein elektrischer Schneider an.
  • Kirschlorbeerhecke
    Eine Lorbeerkirsche muss zur Formerhaltung in der Regel nur maximal ein Mal pro Jahr geschnitten werden. Ideal ist der Zeitraum zwischen März und Juni direkt nach der Blüte. Da die Kirschlorbeerhecke ganzjährig grünt, sollte auf motorisierte Heckenschneider verzichtet werden. Diese beschädigen das dichte Blattwerk, wodurch es sich braun und gelb verfärbt. Mit einer Hand-Heckenschere dauert die Schneidarbeit zwar länger, die Lorbeerkirsche behält allerdings ihre schöne grüne Pracht. Tipp: Tragen Sie beim Schneiden Handschuhe, da Kirchlorbeer giftig ist und Allergien auslösen kann.
  • Thuja / Koniferen
    Es müssen nicht immer Heckensträucher sein: gerne wird auch die Thuja aus der Familie der Zypressengewächse als Hecke gesetzt. Sie lässt sich problemlos mit motorisierten Scheren bearbeiten. Lediglich für den Formschnitt empfiehlt sich die Verwendung einer manuellen Heckenschere. Gleiches gilt für andere Koniferenarten.

Wie wichtig ist die Schnittlänge eines Heckenschneiders?

Die Schnittlänge einer Heckenschere sollte von der zu schneidenden Fläche abhängig gemacht werden. Muss viel Heckenfläche geschnitten werden, ist eine Schere mit einer größeren Schnittlänge von Vorteil. Hierbei muss allerdings das höhere Gewicht und die damit verbundene Bewegungseinschränkung bedacht werden. Für kleinere Hecken und Formschnitte bieten sich hingegen Strauchscheren mit kürzeren Klingen an.

Unser Experten-Tipp:
Wählen Sie am besten ein Modell, dass Ihren körperlichen Voraussetzungen entspricht und mit dem Sie auch längere Zeit am Stück schmerzfrei arbeiten können.

Häufig wird die Schnittlänge mit der Schwertlänge verwechselt. Die Schwertlänge bezeichnet die Gesamtlänge der Säge, die Schnittlänge lediglich den Bereich, mit dem geschnitten werden kann.

Welche Messerarten gibt es bei motorisierten Heckenscheren?

Beim Kauf einer motorisierten Heckenschere können Sie zwischen zwei Messerarten wählen:

  • Einfach gegenläufiges Messer
    Bei dieser Art ist eines der Messer starr, während sich das andere gegenläufig bewegt und dabei den Schnitt ausführt.
  • Doppelt gegenläufige Messer
    Hierbei bewegen sich beide Messer gegenläufig und führen den Schnitt gemeinsam aus, wodurch eine bessere Schnittqualität resultiert.

Wie sicher ist eine Heckenschere?

Da die Schneidmesser von Heckenscheren extrem scharf sind, ist ein unsichtiger Umgang mit diesen Gartengeräten sehr wichtig. Die Hersteller sorgen ihrerseits dafür, dass ein Maximum an Sicherheit geboten wird. Eine Zweihand-Schaltung verhindert bei vielen Modellen beispielsweise, dass das Gerät nicht mit einer Hand bedient werden kann. Auch ein Handschutz gehört mittlerweile zur Standardausstattung. Nach dem Gebrauch sollte die Schere immer wieder in die beiliegende Messerschutzhülle geschoben werden, da schon leichte Berührungen mit dem Schneidmesser zu schweren Verletzungen führen kann.

Unser Experten-Tipp:
Tragen Sie bei der Verwendung einer Heckenschere immer eine Schutzbrille, um Ihre Augen vor herumfliegenden Astteilen und Splittern zu schützen. Handschuhe schützen zusätzlich vor Verletzungen durch spitze Äste. Zu guter Letzt sollte bei motorisierten Geräten auch grundsätzlich ein Gehörschutz zum Einsatz kommen.

Zu welchen Zeiten darf ich meine Hecke schneiden?

Der Zeitraum, in dem Gartenbesitzer ihre Hecke schneiden dürfen, ist in § 39 Abs. 5 des Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) geregelt. Demnach sind schonende Form- und Pflegeschnitte ganzjährig erlaubt, die lediglich ein Austreiben der Pflanzen verhindern sollen oder der Gesundung dienen.

Möchten Sie Ihre Hecke hingegen stark herunterschneiden, auf den Stock setzen oder gar beseitigen, so ist dies in der Zeit vom 1. März bis zum 30. September untersagt. In diesem Zeitraum brüten viele Vogelarten in Hecken und Büschen und sollen nicht gestört werden. Achten Sie auch vor schonenden Schnitten darauf, dass sich keine nistenden Vögel darin befinden und verschieben Sie den Heckenschnitt ansonsten um einige Wochen.

Auch in den Wochentagen und Uhrzeiten gibt es Begrenzungen. Dies bezieht sich allerdings lediglich auf motorisierte Heckenscheren und ist durch die Geräte- und Maschinenlärmschutzverordnung geregelt. Demnach dürfen diese Gartengeräte lediglich an Werktagen (Montag bis Samstag) zwischen 7 und 20 Uhr eingesetzt werden. Bei besonders lauten Scheren beschränkt sich die Zeit sogar auf 9 bis 13 Uhr und 15 bis 17 Uhr. Weitere Infos finden Sie in unserem Ratgeber Rasenmähen: Zu welchen Zeiten ist es erlaubt?

Unser Experten-Tipp:
Fragen Sie im Zweifelsfall bei Ihrem zuständigen Ordnungsamt nach, zu welchen Zeiten Sie in Ihrer Stadt oder Gemeinde die Hecke schneiden dürfen.

Welche Markenhersteller bieten Hecken- und Strauchscheren?

Alle gängigen Gartengeräte-Hersteller haben Heckenscheren in Ihrem Sortiment. Die umfassendste Produktpalette erhalten Käufer bei GARDENA – von Handscheren, über Elektro- bis hin zu Akku-Geräten. Manuelle Heckenschneider sind außerdem unter anderem von MAIDURA, FISKARS und GRÜNTEK erhältlich.

Bei den elektrischen und akkubetriebenen Strauchscheren ist die Auswahl an Herstellern besonders groß: von Black & Decker und Bosch, über DeWalt bis hin Grizzly, Metabo und Makita. Letzterer hat zudem noch Benzinscheren im Sortiment.

Benzinbetriebene Geräte erhalten Sie außerdem von DOLMAR, Einhell, McCulloch und STIHL.

Kaufberatung: Tipps zum Kauf einer Heckenschere

Heckenscheren Kaufberatung
Worauf muss beim Kauf einer Heckenschere geachtet werden? © GARDENA

Haben Sie sich für einen Heckenscheren-Typ entschieden, stellt sich die Frage, welche Eigenschaften bei der Wahl des passenden Modells überhaupt entscheidend sind. Beginnen wir zuerst mit den typenspezifischen und gehen anschließend zu den allgemeinen Kaufkriterien über, die für alle Scherentypen gleichermaßen gelten.

Kriterien für manuelle Strauchscheren

  • Messerschliff
    Wie bereits oben beschrieben, gibt es verschiedenen Messerarten, die sich in gerader und gewellter Klinge unterteilen. Wer vor allem auf Komfort und gleichmäßigen Schnitt Wert legt, sollte zu einer Schere mit Wellenschliff greifen.
  • Getriebe
    Hand-Heckenscheren mit Getriebemechanismus erhöhen die Schneidleistung und erleichtern Ihnen so die Handhabung. Sie sind allerdings teurer in der Anschaffung.
  • Teleskopierbarer Griff
    Um auch höher gelegene Äste abschneiden zu können, ist es von Vorteil, wenn die Griffe ausziehbar sind und somit die Reichweite der Strauchschere verlängern.

Kriterien für Akku-Strauchscheren

  • Akku-Typ
    Der verwendete Akku-Typ ist entscheidend bei der Ausdauer des Geräts. Achten Sie unbedingt auf Lithium-Ionen-Akkus, die optimaler Weise getauscht werden können. Bedenken Sie, dass bei vielen Akku-Geräten der Energiespeicher und ggf. sogar das Ladegerät separat erworben werden müssen. Besitzen Sie mehrere Gartengeräte ein und desselben Herstellers, lassen sich die Akkus häufig untereinander tauschen, wodurch der Anschaffungspreis sinkt und die Ausnutzung verbessert wird.
  • Akku-Stärke
    Je höher die Akku-Stärke und die angegebene Amperezahl, umso stärker bzw. ausdauernder ist die Akku-Heckenschere. Im normalen Gebrauch sollte dies nicht ins Gewicht fallen, lediglich, wenn Sie besonders lange und vor allem stärkere Äste schneiden wollen, sollten Sie diesen Punkt beachten.
  • Akku-Ladezeit / Akku-Laufzeit
    Die angegebenen Lade- und Laufzeiten sind nur als Richtwerte zu sehen und variieren stark in der jeweiligen Nutzung. Zu guter Letzt sind sie auch vom Alter des verwendeten Kraftspeichers abhängig. Durchschnittlich können Sie rund eine Stunde mit einer Akku-Heckenschere schneiden, bevor der Akku zurück ins Ladegerät muss.

Kriterien für Elektro-Strauchscheren

  • Motorleistung
    Bei Elektro-Scheren ist vor allem die Motorleistung interessant. Je höher die Watt-Zahl des Elektromotors, umso stärker ist die Strauchschere. Auch hier sollten Sie beim Normalgebrauch keinen Unterschied zwischen den Geräten spüren. Erst bei dickeren Ästen erleichtert Ihnen ein kraftvollerer Motor die Arbeit.

Kriterien für Benzin-Strauchscheren

  • Motorleistung
    Auch bei benzinbetriebenen Strauchscheren ist spielt die Motorleistung eher eine untergeordnete Rolle. Auch, weil die Geräte sich nicht allzu sehr in der Leistung unterscheiden.
  • Lautstärke
    Benzin-Heckenscheren sind grundsätzlich lauter als Elektroscheren. Da die Lautstärke grundsätzlich bei über 90 Dezibel liegt und es keine Leisetreter in diesem Bereich gibt, können Sie diesen Punkt vernachlässigen. Grundsätzlich empfehlen wir bei der Arbeit mit motorisierten Geräten einen Gehörschutz.

Allgemeine Kaufkriterien bei Heckenscheren

  • Schnittlänge
    Die Schnittlänge sollten Sie vom jeweiligen Einsatzgebiet abhängig machen. Je größer die zu bearbeitende Fläche, umso größer sollten Sie auch die Schnittlänge wählen. Heckenscheren mit kurzem Schwert bzw. kurzer Schneidklinge sind hingegen handlicher und besser zu führen.
  • Schnittstärke
    Gehen Sie am besten vorab in Ihren Garten und messen Sie den Durchmesser der Äste, die Sie mit Ihrer neuen Heckenschere schneiden möchten. Wählen Sie danach die Schnittstärke des Geräts aus. Bei motorbetriebenen Strauchscheren beginnt diese bei rund 15 Millimetern.
  • Ergonomie
    Das Gerät sollte handlich sein und sich gut führen lassen. Bei manuellen Scheren bedeutet das, dass die Griffe ergonomisch geformt und gegebenenfalls gummiert sind. Motorisierte Heckenscheren hingegen besitzen in der Regel einen Bügel, mit dem das Schneidgerät geführt, und einen Griff, mit dem es gehalten wird. Vorteilhaft ist dabei der Einsatz eines Anti-Vibrationssystems, das die Belastung der Hände reduziert.
  • Sicherheit
    Ein wichtiger Aspekt ist die Sicherheit, die zum Glück beim Gros der Hersteller großgeschrieben wird. So verfügen die meisten Heckenscheren über zwei Schalter, die die Schneidmesser erst in Kombination aktivieren, so dass ein Greifen in die Klingen verhindert wird.
  • Qualität
    Setzen Sie am besten auf qualitativ hochwertige Geräte, da Sie hiermit am längsten Spaß haben werden. Besonders die Klingen und Schneidmesser besitzen eine bessere Schärfe und Haltbarkeit. Bei Akku-Geräten haben Sie zudem meist den Vorteil, dass Sie die Batterien auch in anderen Geräten desselben Markenherstellers verwenden können.
  • Gewicht
    Ein nicht zu unterschätzendes Kriterium, das beim Kauf einer Heckenschere berücksichtigt werden sollte, ist das Gewicht. Hecken und Sträucher zu schneiden ist an sich bereits eine kraftraubende Tätigkeit, die mit einem schweren Gerät schnell zur Qual werden kann. Nach einer Stunde Gartenarbeit werden Sie den Unterschied spüren.
  • Preis
    Natürlich möchte jeder möglichst wenig Geld für eine neue Strauchschere ausgeben. Hier ist positiv anzumerken, dass gute Gartengeräte nicht zwangsläufig teuer sein müssen. Mit Hilfe unseren Heckenscheren Preisvergleichs finden Sie problemlos den günstigsten Shop und spüren die Schnäppchen auf.

Unser Tipp: Ein Heckenscheren Test 2019 renommierter Institute

Unsere Einschätzungen der einzelnen Geräte erfolgen auf verschiedenen Grundlagen. Zum einen führen wir eigenen Heckenscheren Tests durch, zum anderen dienen die technischen Daten und Herstellerbeschreibungen, Kundenmeinungen aus verschiedenen Shops sowie Testergebnisse renommierter Institute als Basis für unsere Testberichte.

Darüber hinaus empfehlen wir Ihnen einen Blick auf weitere Heckenscheren Tests 2019, wie sie beispielsweise von Stiftung Warentest oder anderen Fachzeitschriften durchgeführt werden. Dort wird eine Vielzahl von Modellen unter Laborbedingen geprüft und unter echten Bedingungen ausgiebig getestet. Die dabei gekürten Preis-Leistungssieger und Heckenscheren-Testsieger geben Ihnen eine zusätzliche Entscheidungshilfe.

Aktuellste Heckenscheren Tests

In der folgenden Übersicht finden Sie eine Liste der aktuellsten Heckenscheren-Tests manueller wie auch motorisierter Scheren von renommierten Fachzeitschriften wie beispielsweise Stiftung Warentest samt Ausgabe des jeweiligen Magazins und des gekürten Testsiegers. Wir haben uns dabei auf die neuesten Testberichte beschränkt, sofern uns diese bekannt sind. Weitere recherchierte Praxistests finden Sie auf den Übersichtsseiten der einzelnen Heckenscherentypen. Bitte beachten Sie, dass die Magazine und Testergebnisse teilweise nur als kostenpflichtige Downloads erhältlich sind.

Fachmagazin Ausgabe Heckenscheren Testbericht
ETM Testmagazin 04/2014

Manuelle Heckenscheren im Test

KONSUMENT (VKI) 09/2017

Akku-Heckenscheren im Test

Stiftung Warentest 07/2015

Elektro-Heckenscheren im Test

ETM Testmagazin 07/2009

Benzin-Heckenscheren im Test

Heckenscheren Test im Video


Autor Redaktion

Über unsere Redaktion

Unsere unabhängige, gartenbegeisterte Redaktion recherchiert und testet für Sie die besten Produkte im Heckenscheren Test und Vergleich 2019. Erfahre mehr über die Redaktion von mein Gartenexperte.

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