Amazon Black Friday 2020: Garten-Deals, Werkzeuge und mehr günstig kaufen

Wintertipp

Gartenmöbel richtig einlagern und überwintern

Wenn im Spätherbst zunehmend Nässe und Kälte den Alltag bestimmen, stellen sich viele Gartenbesitzer die Frage, wie die geliebten Gartenmöbel am besten überwintern. Während manche Möbel die kalte Jahreszeit unbeschadet im Freien überstehen, sollten andere besser eingelagert werden. Wir geben Tipps für den passenden Lagerort Ihrer Terrassenmöbel im Winter.

·
Lesedauer: 7 Minuten · 0 Kommentare

Gartenmöbel im Schnee
Auch wenn viele Gartenmöbel winterfest sind, sollten sie für eine längere Haltbarkeit dennoch richtig eingelagert werden
Inhaltsverzeichnis

Welche Lagerorte kommen infrage?

Auf der Suche nach der idealen Beherbergung Ihrer Gartenmöbel während der kalten Jahreszeit, sind zunächst Ihre räumlichen Möglichkeiten entscheidend. Je nach Platzangebot lassen sich die Möbel im Innen- oder Außenbereich lagern.

Lagerung von Gartenmöbeln im Innenbereich

Die Unterbringung der Gartenmöbel im geschützten Innenbereich stellt die sicherste Variante dar. Wichtig dabei ist, dass Sie einen trockenen, frostfreien sowie gut belüfteten Ort wählen. Zudem sollte die Unterkunft keine großen Temperaturschwankungen aufweisen, da zu warme Temperaturen an einzelnen Materialien Risse hervorrufen können. Besonders Möbel aus Holz reagieren empfindlich auf starke Temperaturunterschiede.

Obwohl sich das Gartenhaus auf den ersten Blick bestens für die Unterbringung von Gartenmöbeln eignet, erfüllen nur die wenigsten die genannten Vorausetzungen. Alternativ sind daher diese Aufbewahrungsorte vorzuziehen:

  • Dachboden
  • Keller
  • Garage
  • Schuppen

Lagerung von Gartenmöbeln im Außenbereich

Lässt sich im Innenbereich keine geeignete Unterkunft ausfindig machen, bleibt nur die Beherbergung im Freien. Hierbei sollten Sie darauf achten, die trockenen Möbelstücke mit einer passenden Abdeckung zu versehen. Die Abdeckung sollte keinesfalls luftdicht angebracht werden, da es andernfalls passieren kann, dass die Gartenmöbel schwitzen. Um Schimmelbildung aktiv vorzubeugen, sollten Sie unbedingt einen gleichmäßigen Luftaustausch sicherstellen. Um das Wegfliegen der Plane durch starken Wind zu verhindern, sollten Sie die Abdeckung zudem entsprechend befestigen.

Als mögliche Aufbewahrungsorte im Freien eignen sich besonders Flächen nahe der Hauswand oder im Schutz eines Dachvorsprungs. Des Weiteren besteht die Möglichkeit, eine wetterfeste Aufbewahrungsmöglichkeit wie zum Beispiel spezielle Aufbewahrungsboxen für Gartenmöbel zu kaufen.

Mehr Informationen »

Material der Gartenmöbel entscheidend

Gartenmöbel aus Metall überwintern
Um eine Rostbildung zu vermeiden, sollten auch Gartenmöbel aus Metall vorsichtshalber geschützt gelagert werden

Grundsätzlich wirken sich Witterungseinflüsse wie Nässe, Temperatur und Sonneneinstrahlung auf die Lebensdauer aller Materialien aus. Damit Ihnen Ihre Gartenmöbel auch im kommenden Jahr wieder Freude bereiten, sollten Sie unabhängig des Materials unbedingt diese fünf Lagerungsgrundsätze beachten:

  1. Alle Möbelstücke vollkommen trocken lagern
  2. Einen frostfreien Lagerort wählen
  3. Hohe Temperaturschwankungen vermeiden
  4. Für eine gute Belüftung des Lagerorts sorgen
  5. Die Terrassenmöbel vor UV-Strahlung schützen

Ergänzend zu diesen Grundsätzen sollten Sie bei der Einlagerung Ihrer Gartenstühle, -bänke und -tische materialspezifisch vorgehen. Welche Maßnahmen bei den einzelnen Materialarten vorzunehmen sind, erfahren Sie hier.

Gartenmöbel aus Metall

Möbelstücke aus Metall erweisen sich im Großen und Ganzen als recht pflegeleicht. Dabei kommt es allerdings darauf an, um welche Art von Metall es sich handelt. Am häufigsten anzutreffen sind:

  • Aluminium
  • Edelstahl
  • Gusseisen
  • Schmiedeeisen

Gartenmöbel aus Aluminium und Edelstahl

Garten- und Terrassenmöbel aus Aluminium und Edelstahl gelten als modern und gewinnen zunehmend an Beliebtheit. Diese Materialien erweisen sich als pflegeleicht und lassen sich problemlos draußen überwintern.

Unser Experten-Tipp:
Überprüfen Sie bereits im Herbst die saubere Verarbeitung der Nietstellen aller Möbelstücke und suchen Sie nach eventuellen Beschädigungen. Denn eine unsaubere Verarbeitung oder offenliegende Metallstellen erhöhen die Anfälligkeit für Rost.

Gartenmöbel aus Gusseisen

Gusseiserne Möbel zeichnen sich in der Regel durch einen schützenden Beschichtungslack aus. Dieser sorgt dafür, dass die Möbelstücke bei anhaltender Feuchtigkeit keinen Rost bilden.

Unser Experten-Tipp:
Blättert der Lack ab, entstehen Risse, die die Langlebigkeit des Möbelstücks negativ beeinflussen können. In diesem Fall empfiehlt sich die Behandlung mit einem Spezialprodukt aus dem Baumarkt.

Zur Vermeidung von Materialschäden ist es ratsam, die Gartenmöbel an einem trockenen und geschützten Ort im Innenbereich einzulagern. Vor der Lagerung der Terrassenmöbel
sollten Sie diese in jedem Fall von grobem Schmutz befreien. Zum Schutz vor Rost ist es hilfreich, die Scharniere mit einer dünnen Schicht Öl zu versehen.

Gartenmöbel aus Schmiedeeisen

Bei schmiedeeisernen Möbeln ist zunächst deren Beschichtung ausschlaggebend. Handelt es sich um eine hochwertige Thermo- oder Pulverbeschichtung, sind diese wetterfest. Beachten sollten Sie dennoch, dass „wetterfest“ nicht gleich „winterhart“ bedeutet. Bestmöglichen Schutz vor Witterungseinflüssen bietet in jedem Fall ein geschützter Lagerort. Um den vollständigen Schutz vor Rost gewährleisten zu können, muss der Beschichtungslack vollkommen unbeschadet sein.

Daher sollten Sie die Überwinterung Ihrer Terrassenmöbel im Innenraum bevorzugen, sofern Sie die Möglichkeit zur Unterbringung besitzen.

Gartenmöbel aus Holz

Gartenmöbel aus Holz überwintern
Garten- und Terrassenmöbel aus Holz sind sehr beliebt - je nach Holzsorte können sie draußen überwintern

Holz ist nicht gleich Holz. Um Ihre Gartenmöbel korrekt einlagern zu können, sollten Sie daher zunächst das Holz genau kennen, aus dem diese gefertigt sind. Möbel für den Außenbereich lassen sich meist einer dieser beiden Gruppen zordnen:

Subtropische Harthölzer Heimische Nadelhölzer
  • Teak
  • Robinie
  • Lärche
  • Eukalyptus
  • Akazie
  • Fichte
  • Kiefer

Bei Harthölzern handelt es sich um ein dicht gewachsenes Material mit einem hohen Ölgehalt. Da diese Terrassenmöbel dadurch robuster sind, können diese grundsätzlich im Freien überwintern. Eine gezielte Oberflächenbehandlung mit Hartholzöl kann dabei helfen, dem Gartenmobiliar einen zusätzlichen Schutz vor Witterungseinflüssen zu verleihen.

Sind die Möbelstücke stark verwittert, sollten Sie die Oberfläche vor der Einlagerung mit Schmirgelpapier bearbeiten. Danach ist die trockene sowie staub- und fettfreie Fläche mit Spezialölen und einer passenden Lasur zu versiegeln. Dadurch erhält das Material imprägnierende Eigenschaften.

Empfindliche Nadelhölzer reagieren hingegen anfällig gegenüber Kälte und Feuchtigkeit, weshalb diese unbedingt im Innenbereich zu lagern sind. Nach einer ausgiebigen Reinigung empfiehlt es sich, deren Oberfläche mit einem Sandpapier anzurauen und im Anschluss ein pflegendes Öl in das Holz einzuarbeiten.

Unser Experten-Tipp:
Die grundlegende Reinigung von Holzmöbeln gelingt mittels Kernseife. Diese lösen Sie in Wasser auf und bürsten diese mit der Holzmaserung auf. Die Behandlung mit einem Pflegemittel rundet im Frühjahr den Vorgang ab.

Gartenmöbel aus Kunststoff

Gartenmöbel aus Kunststoff überwintern
Möbel aus Kunststoff sind pflegeleicht und meist winterfest, können bei Herbstwind aber davonfliegen

Kunststoff-Gartenmöbel sind aufgrund ihres geringen Eigengewichts sowie günstiger Kaufpreise absolut beliebt. Darüber hinaus sind diese in allen erdenklichen Formen und Farben erhältlich. Grundsätzlich ist die Überwinterung im Freien möglich. Allerdings lassen sich Risse im Zuge von anhaltender Kälte nicht mit Gewissheit ausschließen. Weisen die Kunststoffmöbel bereits Beschädigungen auf, siedelt sich an diesen Stellen bevorzugt Schmutz an. Obwohl sich dieser Umstand normalerweise nicht negativ auf die Stabilität auswirkt, verlieren die Gartenmöbel dadurch häufig an Attraktivität.

Bei der Lagerung im Außenbereich lagert sich zudem feiner Staub auf der Oberfläche der Gartenmöbel ab, wodurch meist ein Grauschleier entsteht. Obwohl Scheuermittel den Schmutz zuverlässig entfernen, sollten Sie diese keinesfalls einsetzen. Scheuermittel begünstigen auf Kunststoff die Entstehung von Kratzern, in diesen sich wiederum erneut Staub ansammelt.

Stattdessen sollten Sie den Einsatz von Allzweck-, Essig- oder speziellem Kunststoffreiniger bevorzugen. Alternativ kann bei hellen Möbeln und hartnäckigen Verschmutzungen auch Backpulver oder Putzstein zum Einsatz kommen. Weisen Ihre Terrassenmöbel matte oder raue Stellen auf, erweist sich Autopolitur in der Regel als vielversprechend. Für groben Schmutz sind ein Handbesen und ein feuchter Lappen hingegen ausreichend.

Um der Entstehung von Rissen zuverlässig entgegenzuwirken, ist die Lagerung von Gartenmöbeln aus Kunststoff im Innenbereich zu bevorzugen.

Gartenmöbel aus Rattan

Gartenmöbel aus Rattan überwintern
Voll im Trend sind Terrassenmöbel aus echtem oder Kunststoff-Rattan

Handelt es sich bei Ihren Gartenmöbeln um das Kunststoff-Geflecht Polyrattan, so ist das Überwintern dank dessen wasserabweisenden Eigenschaften grundsätzlich im Freien möglich. Anders gestaltet sich die Überwinterung bei Gartenmöbeln aus echtem Rattan. Dieses flexible Material, bestehend aus einem ganzen Stamm von Rattanpalmen, ist nicht winterhart und gehört unbedingt in den Innenbereich. Das Holz selbst ist massiv, aber dennoch leicht, weshalb sich Rattanmöbel durch einen recht hohen Kaufpreis auszeichnen.

Aufgrund der speziellen Oberflächenstruktur erweist sich die Pflege dieser Möbelstücke als recht aufwendig. Da Pflegeöle nicht ausreichend haften, ist das großflächige Auftragen spezieller Rattanlacke erforderlich. Wichtig ist, dass Sie beim Auftragen für eine lückenlose Schutzschicht sorgen, da nur so ein vollständiger Schutz garantiert werden kann.

Da Rattanmöbel nicht klappbar sind, benötigen diese reichlich Platz bei der Lagerung. Ist eine Lagerung im Freien unumgänglich, sollten Sie die Möbel mit einer passenden Schutzhülle sowie mit einer Folie unter den Füßen ausstatten. Gelegentlich befinden sich bereits im Lieferumfang passende Schutzkappen zum Schutz der Möbelfüße. Der direkte Kontakt mit Wasser ist unbedingt zu vermeiden.

Polster nicht vergessen

Sobald die ersten Blätter fallen und die Tage allmählich feuchter werden, ist es an der Zeit, auch die Sitzpolster nachts einzulagern. Andernfalls hätten die feuchte Herbstluft sowie der morgendliche Tau zur Folge, dass sich die Polster klamm anfühlen. Zudem fördern feuchte Polster die Entstehung von unangenehmen Gerüchen oder schlimmstenfalls Schimmel. Entscheiden Sie sich dafür, die dazugehörigen Gartenmöbel im Innenbereich zu überwintern, lassen sich alle Komponenten am selben Ort unterbringen.

THEMEN:   Gartenmöbel Herbst Winter


Autor Carina Staiger

Über den Autor
Carina Staiger

Nach Wirtschaftsabitur und Ausbildung hat sich Carina für das Leben als freie Texterin entschieden. Mit ihrem Fachwissen zu den unterschiedlichsten Gartenthemen berät und unterhält sie unsere Leser.

Gefällt Ihnen dieser Beitrag?

 
5.0 / 5 Sternen | 9 Bewertungen
Kommentare (0)

Noch keine Kommentare vorhanden. Seien Sie der Erste!