Milbenbisse

Grasmilben: Infos und Bekämpfung der Herbstmilbe

Die kleinen Spinnentiere können Sommer wie Herbst im Garten vorkommen und befallen Hunde, Hauskatzen und andere Säugetiere. Auch Menschen sind davon betroffen. Ihre Bisse sorgen für juckende Pusteln. Mit unseren Tipps werden Sie die Plagegeister schnell wieder los.

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Grasmilben: Infos und Bekämpfung der Herbstmilbe
Herbstgrasmilbenbisse können bei Haustieren wie auch Menschen starke Juckreize erzeugen

Steckbrief: Was sind Grasmilben bzw. Herbstmilben?

Gras- und Herbstmilben werden häufig miteinander verwechselt. Während echte Grasmilben lediglich an Pflanzen saugen, befallen die oft auch als Erntemilbe, Herbstgrasmilbe oder Heumilbe bezeichneten Herbstmilben vorwiegend Lebewesen. Der lateinische Name lautet Neotrombicula autumnalis.

Bis heute sind rund 1.000 unterschiedliche Arten dieser Milbe bekannt, die zur Gattung der Laufmilben gehören. Vorwiegend kommen die Herbstmilben in Mitteleuropa vor. Einige Teile von Deutschland haben eine deutlich höhere Dichte, wie das Rheinland, aber auch Bayern und Hessen.

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Vorkommen: Wann treten Herbstgrasmilben auf und wie gelangen diese in den Garten?

Grasmilben lieben es warm. Daher treten sie vermehrt in den Sommermonaten auf. Zwischen Juni und Juli herrschen die besten Bedingungen, damit die Milben schlüpfen können. Die ausgewachsenen Tiere leben meistens bis zu einem halben Meter im Boden.

Den Weg in Ihren Garten finden die kleinen Tierchen oft durch befallene Haus- oder Wildtiere, können jedoch auch bei einer Lieferung von Mutterboden bereits in diesem ein Zuhause gefunden haben.

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Behandlung: Wie lange jucken die Bisse von Herbstgrasmilben?

Herbstgrasmilben-Bisse auf der Haus
Bisse von Herbstgrasmilben erzeugen stark juckende Quaddeln auf der Haut

Obwohl Herbstmilben keinen Schaden an Pflanzen oder Ihrem Rasen anrichten, können die winzigen Spinnentiere in einem Garten zu einer echten Plage werden, die für Mensch und Tier besonders unangenehm werden kann. Denn die kleinen Quälgeister beißen mit Vorliebe in Kniekehlen und Ellbogenbeugen von Menschen und lösen damit einem starken Juckreiz und Hautekzeme aus.

Bereits wenige Stunden nach dem Biss einer Herbstgrasmilbe erkennen Sie kleine, rote, stark juckende Quaddeln auf der Haut. Diese sind nur wenige Millimeter groß und rund. Der Juckreiz kann mehrere Tage bis wenige Wochen anhalten. Verwenden Sie am besten ein juckreizstillendes Präparat aus der Apotheke, damit die Bissstellen nicht aufgekratzt werden.

Die Milbe selbst fällt bereits nach kurzer Zeit wieder vom Wirt ab und kann im Haus oder der Wohnung nicht überleben. Außerdem gilt die Herbstgrasmilbe, anders als die Zecke, nicht als Überträger von Krankheiten wie beispielsweise Borreliose.

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Behandlung: Wie erkenne ich Milbenbisse bei Haustieren?

Herbstmilben im Rasen
Herbstgrasmilben kommen vor allem in den Sommermonaten und im Herbst im Rasen vor

Leckt sich ihr Haustier nach dem Spielen im Rasen häufig die Pfoten oder kratzt sich wiederholt dieselbe Körperstelle, könnte es sich um Milbenbisse handeln. Oft werden diese Stellen dadurch schnell wund und die Haare fallen aus. Wie beim Menschen auch, sollten die betroffenen Stellen dann mit entsprechenden Präparaten behandelt werden. Ist der Juckreiz zu stark, sollte der Tierarzt aufgesucht werden.

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Nachweis: Kann man Herbstmilben mit dem bloßen Auge erkennen?

Grasmilbe in Makro-Großaufnahme
Mit dem bloßen Auge sind die kleinen, roten Spinnentiere kaum zu erkennen

Die winzigen, rötlichen Tiere, meist zwischen 0,2 bis 0,3 Millimeter klein, lassen sich mit bloßem Auge kaum erkennen, was die Bekämpfung natürlich erschwert. Und je mehr Herbstgrasmilben es sind, desto schwieriger wird es diese auch wieder loszuwerden. Leider sind nur wenige natürliche Feinde bekannt.

Unser Experten-Tipp:
Legen Sie an einem trockenen Sommertag ein weißes Blatt Papier auf dem Rasen. Wenn das Sonnenlicht auf dem Blatt reflektiert wird, werden die Grasmilben angelockt und ihr rötlicher Körper gut auf dem Zettel sichtbar.

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Bekämpfung: Wie wird man Grasmilben wieder los?

Effektive Bekämpfung von Grasmilben
Ein kurzer Rasenschnitt ist wichtig im Kampf gegen Herbstgrasmilben

Haben Sie Herbstgrasmilben entdeckt, gibt es einige Maßnahmen, die Sie ergreifen können. Wichtig ist, dass nun niemand den Rasen barfuß betritt. Sprühen Sie Ihre Beine mit Insektenschutzmitteln ein und sorgen Sie für besondere Hygienemaßnahmen nach jeder Gartenarbeit.

Unsere Tipps zur Bekämpfung von Herbstgrasmilben:

  • Mähen Sie Ihren Rasen mindestens einmal pro Woche mit einem Benzinrasenmäher oder bequem mit einem Mähroboter
  • Kompostieren Sie Rasenabschnitte oder entsorgen Sie diese direkt in der Biotonne
  • Vertikutieren und Düngen Sie regelmäßig
  • Machen Sie bei Trockenheit öfters den Rasensprenger an
  • Nutzen Sie spezielles Grasmilben-Konzentrat zur Bekämpfung
  • Führen Sie im Frühjahr eine Kalkstickstoff-Düngung durch

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Können echte Gartenmilben im Haus überleben?

Sollte es sich bei Ihrem Rasenbefall um echte Grasmilben handelt, achten Sie vor allem darauf, dass Sie Ihre Gartenschuhe nicht mit ins Haus nehmen und Ihre Gartenkleidung nach jeder Nutzung gut waschen. Die echte Grasmilbe fühlt sich nicht nur in Ihrem Garten so richtig wohl, sondern kann auch Zimmerpflanzen im Haus befallen. Idealerweise beträgt der Abstand zwischen Ihrem Garten und dem Haus zwei bis drei Meter. So können die Grasmilben nicht ins Haus wandern.

Weitere Informationen zu Erntemilben finden Sie auch auf Wikipedia: de.wikipedia.org/wiki/Herbstmilbe

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THEMEN:   Insekten Rasen


Autor Romina Seilnacht

Über den Autor
Romina Seilnacht

Auf mein-gartenexperte.de kann Romina als gelernte Gärtnerin ihre Vorlieben für Garten, Pflanzen und Fotografie vereinen und unseren Lesern mit hilfreichen und interessanten Ratgebern die Gartenarbeit erleichtern.

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