Gartentechnik

Smart Garden: Intelligente Geräte für den Garten

Den Garten als Ruheoase genießen, ohne sich dabei über die Pflege Gedanken zu machen. Diesen Traum erfüllen smarte Gartengeräte, die entweder einzelne Gartenarbeiten oder die gesamte Gartenpflege übernehmen. Wir stellen Ihnen sechs intelligente Gartenhelfer vor.

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Gartenbewässerung wird per App gesteuert
Richtig smart wird der Garten mit einer App-Anbindung © GARDENA / Capucine - Pixabay
Inhaltsverzeichnis

Tipp 1: Smarter Rasenmäher

Ein Rasen möchte gepflegt werden. Trotzdem will nicht jeder Gartenfreund regelmäßig zum Rasenmäher greifen und wünscht sich stattdessen ein Gerät, das diese Aufgabe übernimmt. Ein intelligenter Mähroboter präsentiert sich als ideale Lösung, die sowohl auf eine optimale Länge als auch auf einen effizienten Mähweg achtet.

Abhängig vom Modell, pflegen die Roboter eine Rasenfläche von bis zu 2.000 Quadratmeter und erlauben die Wahl einer Schnitthöhe zwischen drei und fünf Zentimeter. Mittlerweile gehen die meisten Mähroboter vollkommen selbstständig an die Arbeit und kehren anschließend wieder zur Ladestation zurück.

Wer möchte, steuert den smarten Rasenmäher direkt über eine App oder nutzt Sprachbefehle per Alexa oder Google. Internetfähige Roboter können sogar Wetterdaten empfangen und die Rasenpflege entsprechend anpassen. Hochwertige Modelle verfügen zudem über intelligente Sensoren, die Hindernisse auf dem Mähweg erkennen. Halten sich kleine Kinder, Haustiere oder tierische Gartenbesucher auf der Rasenfläche auf, werden diese dank der Sensoren bei Mäharbeiten nicht verletzt, sondern einfach umfahren.

Während in der Vergangenheit fast alle Mähroboter einen im Boden eingelassenen Begrenzungsdraht benötigten, gibt es inzwischen erste Modelle für Gartenbesitzer, die mit GPS arbeiten.

Tipp 2: Smarte Bewässerung

Automatische Bewässerung in einem Smart Garden
Vor allem die regelmäßige Bewässerung im Sommer ist für viele Gartenbesitzer sehr zeitraubend

Bei der Gartenbewässerung fällt es oft schwer, den tatsächlichen Bedarf einzuschätzen. Gleichzeitig fällt das Gießen mit Gartenschlauch oder Gießkanne zeitintensiv und aufwendig aus. Ein smartes Bewässerungssystem bietet daher den Vorteil, dass es die Pflanzen optimal mit Wasser versorgt, Zeit spart und auf einen effizienten Wasserverbrauch achtet.

Das System übernimmt dabei zwei Aufgaben: eine Bodenanalyse mithilfe spezieller Sensoren und eine optimale Wasserversorgung. Sie können dabei entweder auf Analyse-Tools oder komplette Bewässerungssysteme zurückgreifen. Während Analyse-Tools lediglich Auskunft über die Bodenfeuchtigkeit geben, übernehmen smarte Sprinkleranlagen ein effizientes Wassermanagement.

Vernetzte Sensoren messen hierbei die Bodenfeuchtigkeit und leiten die Daten an einen Bewässerungscomputer weiter. Dieser reguliert die Wasserversorgung über zuvor verlegte Schläuche, die sich im Rasen, Nutz-, Obst- oder Ziergarten befinden können. Internetfähige Geräte können sogar aktuelle Wetterdaten abrufen und die Bewässerung entsprechend optimal anpassen.

Tipp 3: Smarter Sonnenschutz

Markisen und Pergolen sorgen im sommerlichen Garten für angenehmen Schatten. Manuelle Modelle verfügen über eine Kurbel, über die sie sich ausfahren und einholen lassen. Wer nicht kurbeln möchte, kann auf automatisierte Modelle zurückgreifen, die sich entspannt über einen Wandschalter oder eine Fernbedienung ein- und ausfahren lassen.

Ein smarter Sonnenschutz lässt sich darüber hinaus vollautomatisiert einsetzen. Sensoren messen zu diesem Zweck die Sonneneinstrahlung und fahren Markise oder Pergola bei Bedarf selbstständig aus. Stellen sich Wind oder Regen ein, rollt sich der Sonnenschutz automatisiert ein und wird auf diese Weise vor Beschädigungen geschützt.

Neben der Verwendung auf Terrasse und Balkon kann ein smarter Sonnenschutz auch im Wintergarten eingesetzt werden. Jalousien und Rollläden lassen sich hier ebenfalls mithilfe spezieller Sensoren steuern. So schützt das System im Sommer vor einer starken Sonneneinstrahlung und hält den Wintergarten sowie angrenzende Räume angenehm kühl.

Tipp 4: Smarte Beleuchtung

Smarte Gartenbeleuchtung
Bei einer smarten Gartenbeleuchtung werden sämtliche Lampen automatisiert ein- und ausgeschaltet

Gartenbeleuchtung lässt sich vielseitig einsetzen. Auf Terrasse und Balkon unterstützt sie an warmen Sommerabenden eine angenehme Atmosphäre, während einzelne Lichter im Garten Akzente setzen. Wer am Abend oder bei Grillpartys nicht jede einzelne Lampe manuell anschalten möchte, kann smarte Beleuchtungssysteme verwenden.

Diese Systeme lassen sich per Fernbedienung, App oder Sprachbefehl steuern. Alternativ können Sie individuelle Zeitpläne festlegen, die ein An- und Ausschalten der Beleuchtung automatisiert übernehmen. So können Sie im heimischen Garten eine tolle Lichtatmosphäre genießen und reduzieren den Stromverbrauch durch die automatische Steuerung.

Mithilfe von Bewegungsmeldern lassen sich außerdem Wege, Treppen und Fläche mit unregelmäßigem Untergrund ausleuchten. Die smarte Beleuchtung reduziert auf diese Weise Stolperfallen und empfiehlt sich insbesondere für ältere Menschen, die ihren Garten gefahrlos genießen möchten.

Tipp 5: Smarte Wetterstation

Das Wetter spielt für die Gartenpflege eine zentrale Rolle. Wird Regen vorhergesagt, müssen Sie Ihre Pflanzen unter Umständen nicht wässern. Soll es sonnig werden, empfiehlt sich hingegen das Verschieben von Schnitt- und Mäharbeiten.

Wer sich nicht auf die Wettervorhersage für die Region oder den jeweiligen Wohnort verlassen möchte, kann im Garten eine eigene Wetterstation installieren. Diverse Sensoren ermitteln Daten wie Luftdruck, Luftfeuchtigkeit und Temperatur, die Sie in Echtzeit abrufen können.

Regensensoren messen zudem die gefallene Regenmenge und warnen, sobald es zu regnen beginnt. Durch diese Warnung können Sie beispielsweise Sitzpolster rechtzeitig ins Trockne bringen oder die Regentonne zwecks Wasserspeicherung öffnen. Windmesser warnen zudem vor starken Windböen, sodass Sie Markisen und Pergolen rechtzeitig einfahren und vor Schäden schützen können.

Eine smarte Wetterstation sammelt jedoch nicht nur Daten, um das Wetter zu analysieren. Sie lässt sich ebenfalls mit Ihren smarten Gartenhelfern vernetzen und kann diese entsprechend der gesammelten Wetterdaten optimal steuern. So fahren Markisen automatisch ein, wenn es windig wird oder zu regnen beginnt. Bei Regen lassen sich außerdem Mähroboter zur Ladestation zurückrufen und elektrische Gartenhelfer bei Unwettern zur Sicherheit vom Strom trennen.

Tipp 6: Smarte Zwischenstecker für ältere Geräte

Befinden sich ältere Geräte in Ihrem Garten, müssen die für einen smart Garden nicht unbedingt weichen. Anstelle der Installation neuer Geräte, die über smarte Funktionen verfügen, bieten sich intelligente WLAN-Zwischenstecker als simple Lösung an. So können Sie zum Beispiel Gartenbrunnen, Beleuchtung oder ältere Rasensprinkler nachrüsten und mithilfe des Zwischensteckers komfortabel über eine App steuern oder vollständig automatisieren.

Häufig gestellte Fragen

Was ist ein Smart Garden?
Wie funktioniert ein intelligenter Garten?
Worauf muss ich bei der Einrichtung eines smarten Gartens achten?
Welche Smart Garden Systeme gibt es?

THEMEN:   Beleuchtung Bewässerung Mähroboter Smart Garden


Autor Jennifer Nagel

Über den Autor
Jennifer Nagel

Nach einem redaktionellen Praktikum entdeckte Jennifer ihre Liebe zur Sprache und begann ein Studium zum Werbetexter und Konzeptioner. Seit 2019 arbeitet sie als freie Texterin und Lektorin und verfasst unter anderem interessante Artikel für unser Gartenmagazin.

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