Blumenpflege

Storchschnabel: Geranium pflanzen, pflegen und vermehren

Dekorative Blüten und attraktives Laub: Mit mehreren hundert Arten zieren Storchschnäbel nahezu alle Gartenbereiche. Wir haben für Sie die wichtigsten Tipps zur Pflanzung, Pflege und Überwinterung der vielseitigen Geranien.

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Blüten vom Storchschnabel / Storchenschnabel
Storchschnäbel lassen sich einzeln oder auch als Bodendecker pflanzen
Inhaltsverzeichnis

Storchschnabel den Garten

Storchschnabel (Geranium) ist auf allen Kontinenten vertreten und bereichert nahezu alle Gartenbereiche mit vielseitigen Blütenfarben und Wuchsformen. Die schönen Zierpflanzen werden bereits seit mehreren Jahrhunderten kultiviert und zählen zu den vielseitigsten Gartenpflanzen.

Geranium bereichert die heimische Natur sowohl als dekorative Staude wie auch als charmanter Bodendecker. Das attraktive Laub fällt bei einigen Arten nur sommergrün aus. Andere Sorten setzen auch während der Wintermonate grüne Akzente oder präsentieren sich mit bunter Herbstfärbung.

Neben farbenfrohen Blüten und schönem Laub entwickeln Storchschnäbel auch interessante Fruchtstände, die im Herbst zum Blickfang werden. Die länglichen Samenstände erinnern in ihrer Form an den Schnabel eines Storchs und dürften der Ursprung der deutschen Bezeichnung "Storchschnabel" sein.

Aus botanischer Sicht ist der Storchschnabel als Geranium bekannt. Er wird daher häufig mit Pelargonien verwechselt, die im Volksmund als "Geranien" bekannt sind. Die beiden Pflanzengattungen haben jedoch wenig gemeinsam und überschneiden sich nur darin, dass beide den Storchschnabelgewächsen (Geraniaceae) angehören.

Storchschnabel-Standorte

Blüten verschiedener Storchschnabelarten (Geranium)
Storchschnäbel gibt es in verschiedenen Farben: Brauner Storchschnabel (links), Balkan-Storchschnabel (mitte), Wiesenstorchschnabel (rechts)

Geranium verfügt über Hunderte verschiedene Arten, die unterschiedliche Anforderungen an ihren Standort stellen. Einige Storchenschnäbel bevorzugen einen schattigen Gartenplatz, während sich andere Sorten in der prallen Sonne wohlfühlen.

Gemeinsam ist den meisten Arten, dass Sie einen nährstoffreichen, durchlässigen und mäßig feuchten Untergrund bevorzugen. Nahezu alle Storchschnabel-Sorten vertragen keine Staunässe, sodass bei schweren Böden stets eine sorgfältige Drainage angelegt werden sollte.

Storchschnabel-Arten für feuchte, schattige Standorte:

  • Waldstorchschnabel (Geranium sylvaticum)
  • Himalaya-Storchschnabel (Geranium himalayense)
  • Pyrenäen-Storchschnabel (Geranium endressii)
  • Sumpf-Storchschnabel (Geranium palustre)
  • Brauner Storchschnabel (Geranium phaeum)
  • Oxford-Storchschnabel (Geranium oxonianum)

Storchschnabel-Arten für trockene, schattige Standorte:

  • Balkan-Storchschnabel (Geranium macrorrhizum)
  • Brauner Storchschnabel (Geranium phaeum)
  • Knotiger Storchschnabel (Geranium nodosum)

Storchschnabel-Arten für feuchte, sonnige Standorte:

  • Wiesenstorchschnabel (Geranium pratense)
  • Oxford-Storchschnabel (Geranium oxonianum)
  • Brauner Storchschnabel (Geranium phaeum)

Storchschnabel-Arten für trockene, sonnige Standorte:

  • Cambridge-Storchschnabel (Geranium cantabrigiense)
  • Blutstorchschnabel (Geranium sanguineum)
  • Grauer Storchschnabel (Geranium cinereum)
  • Kaukasus-Storchschnabel (Geranium renardii)

Storchschnabel pflanzen

Storchenschnabel als Bodendecker
Storchenschnäbel sind als Bodendecker echte Hingucker

Möchten Sie Ihren Garten um die dekorativen Blüten des Geraniums erweitern, können Sie die Pflanzung von März bis Oktober vornehmen. Der ideale Standort variiert je nach der Storchschnabel-Sorte, die Sie sich ausgesucht haben. Haben Sie einen passenden Gartenplatz gefunden, befreien Sie den Untergrund von Unkraut, Wurzeln und Steinen.

Bevor Sie das Pflanzloch ausheben, bietet sich bei schweren Böden eine Auflockerung an. Storchschnabel verträgt keine Staunässe und dankt durchlässige Erde, die trocken bis mäßig feucht ausfällt. Indem Sie Humus, Sand oder Kies in den Gartenboden einarbeiten, verbessern Sie die Durchlässigkeit und sorgen für eine gute Drainage.

Das Pflanzloch sollte etwas breiter als der Wurzelballen ausfallen. Setzen Sie den Storchschnabel mittig hinein, füllen Sie das Pflanzloch mit Gartenerde auf und drücken Sie diese leicht an. Nach der Pflanzung dankt das Gartengewächs eine großzügige Wässerung. Um das Anwurzeln zu unterstützen, sollten Sie die Erde in den folgenden Wochen mäßig feucht halten.

Verwendung

Geranium offeriert vielseitige Verwendungsmöglichkeiten, die vom dekorativen Staudenbeet bis hin zum Bodendecker reichen. Große Gruppen wirken besonders harmonisch und ergeben ein ruhiges Bild. Die dekorativen Blüten kommen aber auch in Einzelpflanzung zur Geltung und setzen farbenfrohe Akzente.

Als Bodendecker reduziert Storchschnabel den Unkrautwuchs und erobert große Gartenflächen. Die Blühpflanze lässt sich außerdem ideal zur Unterpflanzung von Gehölzen verwenden und ziert Balkonien sowie Terrassen als pflegeleichte Kübelkultur. Wichtig ist, dass Sie einen Blumentopf mit einem Fassungsvermögen von mindestens drei Litern verwenden. Achten Sie außerdem auf ein durchlässiges Substrat und eine gute Drainage, um Staunässe zu vermeiden.

Storchschnabel-Pflege

Violettfarbene Storchschnabelblüte
Storchschnabel ist ziemlich robust und benötigt daher nur wenig Pflege

Geranium präsentiert sich als äußert pflegeleichte Gartenpflanze, die kaum Aufmerksam benötigt. Während langer Trockenperioden oder wenn der Gartenboden an warmen Sommertagen vollständig austrocknet, können Sie zum Gartenschlauch greifen. Staunässe sollten Sie jedoch in jedem Fall vermeiden.

Um den Storchschnabel in Form zu halten, empfiehlt sich ein regelmäßiger Rückschnitt. Ideal ist diese Gartenarbeit im zeitigen Frühjahr kurz vor dem Austrieb. Nach der ersten Blüte können Sie die Pflanze zudem um die Hälfte zurückschneiden. So unterstützen Sie einen kompakten Wuchs, unterbinden die Samenbildung und fördern eine zweite Blüte. Da die Triebe als natürlicher Winterschutz dienen, ist ein Rückschnitt im Herbst nicht notwendig.

Für Krankheiten und Schädlinge ist Storchschnabel in der Regel nicht anfällig. Die Pflanze zeigt sich robust und bleibt an einem optimalen Standort nahezu frei von Schädlingen.

Storchschnabel vermehren

Geranium lässt sich problemlos durch Teilung vermehren. Kompakte Sorten mit einem horstartigen Wuchs können Sie einfach teilen. Andere Sorten wie der Balkan- oder Cambridge-Storchschnabel lassen sich über ihre Rhizome vermehren.

Für die Teilung graben Sie zunächst eine kräftige Pflanze mit gesundem Wuchs aus. Dann schneiden Sie maximal zwei Drittel der Wurzeln ab. Alle Wurzelstöcke sollten eine Länge von rund fünf Zentimetern haben. Das untere Ende schneiden Sie schräg ab, das obere Ende in einer geraden Linie.

Achten Sie beim Einpflanzen der Wurzelstöcke darauf, dass der Wurzelteil mit geradem Schnitt nach oben zeigt. Alle Wurzelstücke setzen Sie vollständig in die Erde, sodass sie sich dicht unter der Oberfläche befinden und senkrecht nach unten zeigen. Die ersten Triebe lassen sich in der Regel nach vier bis sechs Wochen erblicken.

Häufig gestellte Fragen

Welche Storchschnabel-Art eignet sich als Bodendecker?
Ist Storchschnabel winterhart?
Welche Storchschnabel-Sorte blüht am längsten?

THEMEN:   Blumen Pflanzenpflege


Autor Jennifer Nagel

Über den Autor
Jennifer Nagel

Nach einem redaktionellen Praktikum entdeckte Jennifer ihre Liebe zur Sprache und begann ein Studium zum Werbetexter und Konzeptioner. Seit 2019 arbeitet sie als freie Texterin und Lektorin und verfasst unter anderem interessante Artikel für unser Gartenmagazin.

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