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Pflanzentipp

Kübelpflanzen überwintern: Tipps für den Winter

Im Herbst, wenn der erste Bodenfrost naht, müssen Kübelpflanzen für den Winter vorbereitet werden. Während einige Topfpflanzen problemlos draußen überwintern können, sollten andere die Wintermonate besser frostsicher verbringen. Wir geben Tipps, welche Maßnahmen zur Überwinterung Ihrer Pflanzen notwendig sind.

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Kübelpflanzen richtig überwintern
Damit Sie auch im nächsten Jahr Freude an Ihren Blumen haben, sollten Sie im Herbst mit dem Einwintern beginnen
Inhaltsverzeichnis

Grundregeln zur Überwinterung von Kübelpflanzen

Obwohl das Überwintern je nach Art der Kübelpflanze unterschiedlich ausfällt, gibt es ein paar Grundsätze, die generell zu beachten sind:

  • Die Überwinterungsdauer sollte möglichst kurz gehalten werden, da kein Winterquartier genau die Anforderungen des gewohnten Standorts erfüllen kann. Somit sollten die Pflanzen in Abhängigkeit der Wettersituation möglichst früh ihr Winterquartier verlassen.
  • Überschüssige Blätter sind vor der Einlagerung zu entfernen. Dadurch beugen Sie nicht nur einem Schädlingsbefall zuverlässig vor, sondern lassen auch die Pflanzen kompakter erscheinen.
  • Die Versorgung mit Wasser und Dünger sollte während der Wintermonate deutlich gedrosselt werden.

Wann sollten Kübelpflanzen eingelagert werden?

Kübelpflanzen reagieren auf Kälte je nach Art unterschiedlich empfindlich. Pflanzen, die als sensibel gelten, sollten bereits im Oktober, bevor die ersten Nachtfröste zu erwarten sind, eingelagert werden. Hierzu gehören unter anderem tropische Pflanzen wie Palmen oder die Dipladenia sowie Pflanzen aus Südamerika wie zum Beispiel großblütige Fuchsien. Darüber hinaus zählen auch Zitrusbäume aus Asien sowie Wandelröschen aus Südafrika zu den empfindlichen Kübelflanzen.

Mediterrane Pflanzen sind aufgrund ihrer Herkuft mit kälteren Standorten vertraut, sodass diese problemlos mit Temperaturen bis zu -5 Grad Celsius zurechtkommen. Somit ist die Einlagerung von Kübelpflanzen wie Olive, Agapanthus, Feige, Oleander erst ab November notwendig. Pflanzen, die als winterhart gelten, können sogar das gesamte Jahr im Freien verbringen.

Unser Experten-Tipp:
Lassen Sie die Erde im Kübel etwas abtrocknen, bevor Sie Ihre Pflanzen einwintern. Dadurch reduziert sich das Eigengewicht spürbar, was den Transport der Kübelpflanze enorm erleichtert. Zudem empfiehlt es sich, den Topf vor dem Transport auszuputzen, um der Gefahr eines Schädlingsbefalls vorzubeugen.

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Welche Voraussetzungen sollte das Winterquartier von Kübelpflanzen erfüllen?

Am besten eignet sich für die Überwinterung von Kübelpflanzen ein kühler und trockener Ort. Temperaturen zwischen 5 und 15 Grad Celsius gelten für die meisten Pflanzen als optimal. Besonders in hellen Räumlichkeiten fühlen sich Topfpflanzen wohl.

Weniger empfindliche Kübelpflanzen lassen sich problemlos an kühleren Orten wie beispielsweise im Keller überwintern. Wichtig ist in jedem Fall, dass Sie eine ausreichende Belüftung sicherstellen, indem Sie beispielsweise zeitweise das Fenster öffnen.

Diese Räumlichkeiten sind für die Überwinterung von Kübelpflanzen geeignet:

Unser Experten-Tipp:
Generell gilt: Je heller der Raum, desto wärmer darf die Umgebung sein. Im Umkehrschluss bedeutet dies: Je dunkler der Raum, desto kühler sollte dieser gehalten werden.

Achtung: Gießen reduzieren!

Sparsames Gießen ist während den Wintermonaten besonders wichtig, um Wurzelfäule zu vermeiden. Einmal pro Woche mit abgestandenem Gießwasser reicht für gewöhnlich aus. Abgefallenes Laub sollte zudem zeitnah weggeräumt werden, um einen möglichen Schädlingsbefall auszuschließen.

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Die Überwinterung vorbereiten

Topfpflanzen schneiden und nach Schädlingen untersuchen
Bevor die Topfpflanzen in ihr Winterquartier einziehen können, sollten sie zurückgeschnitten und nach Schädlingen untersucht werden

Bevor Sie Ihre Kübelpflanzen endgültig in das Winterquartier verabschieden, sind noch einzelne Vorbereitungen zu treffen. Hierzu gehört einerseits der Rückschnitt der Pflanze als auch andererseits eine umfassende Schädlingskontrolle.

Rückschnitt vornehmen

Vor der winterlichen Ruhepause empfiehlt es sich, bei zu groß gewordenen Kübelpflanzen einen Rückschnitt vorzunehmen. Dabei sollten Sie allerdings nicht mehr als 1/3 der Pflanze zurückschneiden.

Im Vorfrühling ist bei den meisten Kübelpflanzen ein weiterer Rückschnitt sinnvoll, da die Bedingungen im Winterquartier meist nicht optimal ausfallen. Im Februar befinden sich die Pflanzen noch in der Winterpause, werden aber in Kürze durch die zunehmend länger werdenden Tage aufgeweckt. Dies hat zum Vorteil, dass Schnittwunden besonders schnell heilen. Wichtig ist dabei, die gesamte Pflanze ringsum mit einer Gartenschere einzukürzen und alte Triebe zu entfernen. Auf diese Weise schaffen Sie ausreichend Platz für den Neuaustrieb.

Unser Experten-Tipp:
Vorsicht bei Oleander, dieser bildet bereits im Herbst seine Blüten für das kommende Frühjahr, weshalb Sie auf einen Rückschnitt verzichten sollten.

Schädlingskontrolle durchführen

Im Winterquartier sollten sich ausschließlich Pflanzen befinden, die keinen Schädlingsbefall aufweisen. Stellen Sie fest, dass sich an einzelnen Kübelpflanzen Schädlinge befinden, so sind diese zunächst getrennt unterzubringen.

Um Veränderungen an Pflanzen möglichst frühzeitig zu erkennen, ist es unerlässlich, diese täglich im Rahmen eines Kontrollrundgangs zu untersuchen. Bei diesen Pflegerundgängen sollten Sie ein besonderes Augenmerk auf die Blattunterseiten sowie die Zweige richten. Diese gelten als beliebte Verstecke für Schild- und Wollläuse.

Richtige Überwinterung einzelner Pflanzenarten

Überwinterung von Kübelpflanzen
Nicht alle Kübelpflanzen können den Winter draußen verbringen - schützen Sie Ihre Blumen vor dem Erfrieren

Je nach Pflanzentyp ergeben sich unterschiedliche Maßnahmen für die Überwinterung von Kübelpflanzen. Generell lässt sich sagen, dass sich krautige Pflanzen durch empfindlichere Eigenschaften auszeichnen als holzige. Außerdem zeigen sich immergrüne Gehölze weniger kälteempfindlich als laubabwerfende Pflanzen.

Immergrüne Kübelpflanzen

Während der kalten Jahreszeit sollten immergrüne Kübelpflanzen unbedingt im Haus beherbergt werden. Der Lichteinfall wird durch Glasscheiben gebremst, sodass die Pflanzen schon bald damit beginnen, ihren Stoffwechsel zu reduzieren und sich somit auf die Winterruhe vorzubereiten. Eine geringe Umgebungstemperatur hilft Ihren Pflanzen dabei, sich vollständig auf die Winterpause einzustellen.

Umgebungstemperatur konstant halten

Halten Sie die Umgebungstemperatur während der gesamten Überwinterung unbedingt konstant. Ein Temperaturanstieg würde den Stoffwechsel ankurbeln, der wiederum durch den geringen Lichteinfall ins Stocken käme. Das Austreiben der Pflanzen in Form von langen, dünnen Trieben mit kleinen Blättern wäre die Folge. Zu kühl sollten die Topfpflanzen jedoch ebenfalls nicht untergebracht werden. Vermeiden Sie daher Temperaturen von weniger als 0 Grad Celsius.

Je kühler die Umgebungstemperatur bei immergrünen Pflanzen ausfällt, desto dunkler darf der Raum gehalten sein. Bleibt die Temperatur unverändert über 0 Grad Celsius, sind sogar Räumlichkeiten ganz ohne Licht für die Überwinterung geeignet.

An milden Tagen ist eine regelmäßige Belüftung allerdings unverzichtbar. Denn nicht selten sind braune Blattränder- und spitzen sowie ganze Schädlingsepidemien auf eine zu geringe Luftfeuchtigkeit zurückzuführen.

Unser Experten-Tipp:
Bei Bedarf lässt sich die Luftfeuchtigkeit dauerhaft mit Hilfe eines Zimmerbrunnens oder mit Wasser gefüllten Schalen erhöhen.

Laubabwerfende Kübelpflanzen

Ist die Temperatur niedrig genug, dass die Pflanzen keine Triebe ausbilden, besteht grundsätzlich die Möglichkeit, diese Pflanzen in einem stockdunklen Raum zu überwintern. Bei laubabwerfenden Kübelpflanzen ist ein Rückschnitt vor dem Einlagern absolut zu empfehlen, damit diese nicht ihr gesamtes Laub im Winterquartier verlieren. Zu den laubabwerfenden Kübelpflanzen gehören zum Beispiel die Engelstrompete und die Fuchsie.

Exotische Kübelpflanzen

Exotische Kübelpflanzen überwintern
Zitruspflanzen und andere exotische Gewächse überwintern am liebsten im Warmen

Nicht selten sind unter exotischen Kübelpflanzen immergrüne Pflanzenarten anzutreffen. Hierzu gehören unter anderem:

  • Oleander
  • Lorbeer
  • Dattelpalme
  • Keulenlilie
  • verschiedene Zitruspflanzen

Kälteempfindliche Artgenossen sollten ihr Winterquartier beziehen, sobald die Temperaturen unter 10 Grad Celsius sinken. Diese Pflanzen bringen den entscheidenden Vorteil mit sich, dass selbst wärmere Räumlichkeiten wie zum Beispiel ein mäßig geheiztes Gästezimmer als Winterquartier geeignet sind.

Sofern Sie Ihrer Pflanze einen hellen Platz einräumen können, kommt auch das Wohnzimmer als Unterschlupf während der kalten Jahreszeit durchaus infrage. Wichtig ist, dass die Pflanzen nicht im direkten Kontakt zum Heizkörper stehen, da die trocken-warme Luft die Entstehung eines Schädlingsbefalls begünstigen kann. Zu den kälteempfindlichen Kübelpflanzen zählen zum Beispiel:

  • Hibiskus
  • Schönmalve
  • Zier-Banane
  • Himmelsblume

Exotische Kübelpflanzen bevorzugen für ihr Winterquartier einen hellen Platz. Daher ist es ratsam, alle Fensterscheiben zuvor einer grundlegenden Reinigung zu unterziehen. Denn im Laufe des Jahres sorgen Regen und Staub dafür, dass eine hartnäckige Staubschicht auf den Glasscheiben entsteht, welche wertvolles Licht abfängt. Für zusätzliche Helligkeit können Sie sorgen, indem Sie darauf verzichten, Vorhänge vor die Fenster zu ziehen.

Unser Experten-Tipp:
Das regelmäßige Abstreifen des Kondenswassers beugt der Entstehung von hartnäckigen Verschmutzungen vor. Fenstersauger vereinfachen die Arbeit, besonders bei großen Fensterflächen.

Winterharte Pflanzen

Winterharte Kübelpflanzen erfüllen grundsätzlich alle Voraussetzungen, um die kalte Jahreszeit unbeschadet draußen im Freien zu überstehen. Dennoch gibt es einige Möglichkeiten, wie Sie Pflanzen in Gefäßen das Überwintern gezielt erleichtern können:

  • Topf zusätzlich isolieren
    Stellen Sie die Pflanze mitsamt Pflanzkübel in ein größeres Gefäß und füllen Sie die Zwischenräume anschließend mit Laub oder Tannengrün auf. Somit verschaffen Sie Ihrer Pflanze eine weitere isolierende Schicht. Zusätzlich können auch Bastmatten eingesetzt werden. Die Erde kann bei Bedarf mit Kies bedeckt werden. Um das Einfrieren des Wurzelballens zu verhindern, können Sie die Töpfe mit Holz, Styropor oder Keramikfüßen ökologisch schützen. Auch das Umwickeln des Topfs mit Luftpolsterfolie ist äußerst beliebt. Das Zufrieren des Wasserabzugslochs kann auf diese Weise ebenfalls verhindert werden. Darüber hinaus erweist sich bei wintergrünen Pflanzen oftmals die Anbringung von einem hellen Vlies als hilfreich, damit diese nicht zu viel Wasser über die Blätter verdunsten.
  • Maßnahmen bei Dauerfrost
    Bei Dauerfrost empfiehlt es sich, alle oberirdischen Pflanzenteile mit Fichtenzweigen oder einer Decke zu schützen.
  • Wenig gießen
    Ab September sollten Sie ein übermäßiges Gießen vermeiden, da andernfalls der Wurzelballen zu nass sein könnte und dadurch stark frostgefährdet ist.
  • Direktes Sonnenlicht meiden
    Temperaturschwankungen bei Tag und Nacht können sich schädigend auf Kübelpflanzen auswirken, daher sollten Sie diese keiner direkten Sonnenstrahlung aussetzen.
  • Richtige Standortwahl
    Zum bestmöglichen Schutz vor der Witterung empfiehlt es sich, winterharte Kübelpflanzen unweit der Hauswände zu platzieren.

Produkttipps zur Überwinterung von Topfpflanzen

THEMEN:   Pflanzenpflege Winter


Autor Carina Staiger

Über den Autor
Carina Staiger

Nach Wirtschaftsabitur und Ausbildung hat sich Carina für das Leben als freie Texterin entschieden. Mit ihrem Fachwissen zu den unterschiedlichsten Gartenthemen berät und unterhält sie unsere Leser.

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